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Eckdaten zum EU-Austritt
Vom Votum zum Austritt – der Brexit-Countdown läuft

Brüssel/London. Vor mehr als zwei Jahren fiel die Entscheidung. Am 23. Juni 2016 stimmten die Briten (mit 51,9 Prozent) für den Austritt aus der Europäischen Union. In knapp sieben Monaten, im März 2019, tritt er ein. dpa/red

Viele Fragen sind aber noch offen. Einige Eckdaten zum Brexit-Prozess:

13. Juli 2016: Premier David Cameron tritt nach dem Votum zurück. Nachfolgerin wird seine konservative Parteikollegin Theresa May.



17. Januar 2017: May kündigt einen „harten Brexit“ an, auch aus dem europäischen Binnenmarkt.

29. März: May beantragt den EU-Austritt zum 29. März 2019.

8. Juni: Parlamentswahl in Großbritannien: Die Konservativen verlieren die absolute Mehrheit, bleiben aber stärkste Kraft.

19. Juni: Rund ein Jahr nach dem Brexit-Votum starten in Brüssel die Verhandlungen. Zunächst geht es nur um die Details der Trennung.

8. Dezember: Erster Durchbruch: Wichtige Trennungsfragen sind geklärt, London sagt Brüssel weitere Zahlungen in Milliardenhöhe für gemeinsame Verpflichtungen zu. Bis Herbst 2018 sollen der Austritt und Eckpunkte für künftige Beziehungen vertraglich geregelt werden.

18. Januar 2018: Das britische Unterhaus verabschiedet das umstrittene EU-Austrittsgesetz.

2. März: May fordert ein für die Briten maßgeschneidertes Abkommen mit privilegiertem Zugang zum EU-Binnenmarkt für einzelne Branchen. Für Brüssel ist nur ein herkömmliches Freihandelsabkommen denkbar.

19. März: Beide Seiten einigen sich auf eine Übergangsfrist von 21 Monaten nach dem Brexit.

6. Juli: May und ihr Kabinett einigen sich auf einen weicheren Brexit-Kurs, unter anderem wollen sie eine Freihandelszone aushandeln. Aus Protest treten drei Tage später Brexit-Minister David Davies und Außenminister Boris Johnson zurück. Die EU reagiert skeptisch.

18. Oktober: Ein EU-Gipfel soll ein ausverhandeltes Brexit-Abkommen verabschieden.

29. März 2019: Die EU scheidet aus der Europäischen Union aus.