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Volkszähler sollten auch den Reformator Martin Luther befragen

Worms. Eine kuriose Panne bei der diesjährigen Volkszählung hat dazu geführt, dass im rheinland-pfälzischen Worms der Reformator Martin Luther (1483-1546, Repro: dpa) Auskunft über Familienstand und Wohnverhältnisse geben sollte. Für die Haushaltsbefragung habe das Statistische Landesamt zufällig auch eine Adresse im Wormser Lutherring ausgewählt, teilte die Stadtverwaltung gestern mit

Worms. Eine kuriose Panne bei der diesjährigen Volkszählung hat dazu geführt, dass im rheinland-pfälzischen Worms der Reformator Martin Luther (1483-1546, Repro: dpa) Auskunft über Familienstand und Wohnverhältnisse geben sollte. Für die Haushaltsbefragung habe das Statistische Landesamt zufällig auch eine Adresse im Wormser Lutherring ausgewählt, teilte die Stadtverwaltung gestern mit.Vor Ort hätten die verblüfften Volkszähler festgestellt, dass sich unter der Anschrift kein Wohnhaus, sondern nur das Luther-Denkmal befand.

Das Bronze-Monument soll an den Wormser Reichstag von 1521 erinnern, als der Reformator sich vor Kaiser Karl V. weigerte, seine Lehre zu widerrufen. Die Stadt vermutet, dass es in der Vergangenheit einmal eine Wohnadresse mit der Anschrift gegeben hat. Vermutlich sei sie nicht aus den landesweiten Datensätzen gelöscht worden. epd