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Vatikan kritisiert die Wahl von Nobelpreisträger Robert Edwards

Rom. Der Vatikan hat die Vergabe des diesjährigen Nobelpreises für Medizin an den "Vater" der Reagenzglasbabys, Robert Edwards, scharf kritisiert. "Ich halte die Wahl von Edwards für vollkommen deplatziert und die Gründe dafür sind zahlreich", sagte der Präsident der vatikanischen Akademie für das Leben, Monsignore Ignacio Carrasco de Paula, gestern Abend

Rom. Der Vatikan hat die Vergabe des diesjährigen Nobelpreises für Medizin an den "Vater" der Reagenzglasbabys, Robert Edwards, scharf kritisiert. "Ich halte die Wahl von Edwards für vollkommen deplatziert und die Gründe dafür sind zahlreich", sagte der Präsident der vatikanischen Akademie für das Leben, Monsignore Ignacio Carrasco de Paula, gestern Abend. Edwards sei verantwortlich für die Vermarktung von Eizellen, und auf sein Konto ginge die große Anzahl von Embryonen in Reagenzgläsern, die darauf warteten, in eine Gebärmutter verpflanzt zu werden, aber mit größerer Wahrscheinlichkeit dazu verurteilt seien, zu sterben. Der 85-jährige Brite Edwards erhielt gestern für seine Technik der künstlichen Befruchtung als alleiniger Preisträger die bedeutendste Auszeichnung für Mediziner. > Seite 14: Bericht dpa