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Schulze: Thumberg gibt deutscher Klimapolitik Rückenwind
Umweltministerin Schulze lobt junge Klimaaktivistin

 Umweltministerin Svenja Schulze bezeichnet Thunberg als Unterstützerin der deutschen Klimapolitik.  Foto: Pedersen/dpa
Umweltministerin Svenja Schulze bezeichnet Thunberg als Unterstützerin der deutschen Klimapolitik. Foto: Pedersen/dpa FOTO: dpa / Britta Pedersen
Berlin/London. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht im Engagement der 16 Jahre alten schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg eine große Unterstützung für die Klimapolitik der Bundesregierung. Sie wünsche Thunberg bei ihrer Segelreise über den Atlantik zum UN-Klimagipfel viel Erfolg, sagte Schulze am Samstag beim Tag der offenen Tür der Bundespressekonferenz in Berlin. dpa

Thunbergs Engagement sei „sehr guter Rückenwind für all das, was wir in der Regierung tun müssen“. Die Bundespressekonferenz ist der Zusammenschluss der Hauptstadt-Journalisten in Berlin.

Abertausende vor allem junge Menschen protestieren seit Monaten regelmäßig für mehr Klimaschutz. Auch in Deutschland gehen freitags viele Schüler und Studenten, aber auch Forscher und andere Anhänger nach dem Vorbild Thunbergs zum Klimaprotest auf die Straße.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) rief dazu auf, mit Sanktionen gegen das Schulschwänzen bei Teilnehmern an den Freitagsdemonstrationen verantwortungsvoll umzugehen. Sie finde es toll, wie junge Menschen sich beim Thema Klimaschutz engagierten – „da habe ich den ganz großen Respekt davor“, sagte Lambrecht, die auch beim Tag der offenen Tür der Bundespressekonferenz war. Dass die jungen Menschen das Thema in die Mitte der Bevölkerung gebracht hätten, sei klasse. „Und das muss man auch mal wirklich honorieren.“



Schulze sagte, von der auf den 20. September festgesetzten Sitzung des Klimakabinetts könnten die Menschen von der Regierung deren komplettes Programm zum Klimaschutz etwa in den Bereichen Verkehr, Gebäude oder Landwirtschaft mit Vorhaben und Förderprogrammen erwarten. Anschließend müsse dieses dann Schritt für Schritt im Gesetzgebungsverfahren von Bundestag und Bundesrat umgesetzt werden.