| 00:28 Uhr

Streit um Merkels Pläne für einen "Aufbau West"

Berlin. Der Vorstoß von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für einen verstärkten Ausbau der Infrastruktur in Westdeutschland ist bei dem für den Aufbau Ost zuständigen Bundesminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf Widerspruch gestoßen. Er rief zu einem "engen Schulterschluss der Länder" auf

Berlin. Der Vorstoß von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für einen verstärkten Ausbau der Infrastruktur in Westdeutschland ist bei dem für den Aufbau Ost zuständigen Bundesminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf Widerspruch gestoßen. Er rief zu einem "engen Schulterschluss der Länder" auf. "Es geht nicht um die Bevorzugung des Ostens, sondern um die Erfüllung des Solidarpaktes, der bis 2019 dem Osten auf die Beine hilft", sagte er. Unterstützung erhielt Merkel hingegen vom Deutschen Städtetag. "In vielen Städten hat sich hoher Sanierungsbedarf bei der Infrastruktur aufgestaut, zum Beispiel bei Schulen, Kindergärten und Straßen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetages, Stephan Articus, der Tageszeitung "Die Welt". "Wenn jetzt ein zweites Konjunkturpaket geschnürt wird, ist es richtig, dem Grundsatz Förderung nach Bedürftigkeit statt nach Himmelsrichtung zu folgen." Schon in früheren Diskussionen im Städtetag zum Solidarpakt habe sich gezeigt, dass viele ostdeutsche Städte diesen Grundsatz mittragen würden. afp/dpa