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Krise der SPD
Ruhig bleiben, Genossen

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Es gibt für die SPD keine schnelle Antwort auf das Bayern-Desaster, und deswegen kann die Parole nur lauten: Ruhe bewahren. Wenn die Partei jetzt noch lauter sagt, wie doof die Groko ist, in der sie täglich mitregiert, wird das die Menschen nicht unbedingt überzeugen. Von Werner Kolhoff

Ohnehin gilt es die Hessen-Wahl in zwei Wochen abzuwarten, weil danach die Welt vielleicht schon ein bisschen anders aussieht.

Die SPD muss sich strategisch positionieren. Das braucht Teamgeist und einen kühlen Kopf, beides nicht gerade verbreitet bei den Sozialdemokraten. Konkret heißt das, die begonnene Arbeit an der inhaltlichen Neuausrichtung zu beschleunigen. Es heißt aber auch, den Ausstieg aus der großen Koalition, wenn man ihn denn will, systematisch vorzubereiten und gut zu begründen. Eine erlittene Wahlniederlage reicht da nicht.