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SPD-Führung in Berlin besorgt über die Genossen in Hessen

Frankfurt/Main. Die hessische SPD hält ungeachtet anhaltender Kritik auch aus den eigenen Reihen an ihrem Linkskurs fest. Landeschefin Andrea Ypsilanti betonte, viele in ihrem Landesverband drängten zur Übernahme der Regierungsgeschäfte. Die Meinungen tendierten dabei zu einer rot-grünen Koalition unter Duldung der Linken

Frankfurt/Main. Die hessische SPD hält ungeachtet anhaltender Kritik auch aus den eigenen Reihen an ihrem Linkskurs fest. Landeschefin Andrea Ypsilanti betonte, viele in ihrem Landesverband drängten zur Übernahme der Regierungsgeschäfte. Die Meinungen tendierten dabei zu einer rot-grünen Koalition unter Duldung der Linken. Ypsilanti bekräftigte, die Frage einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei müsse auf jeder politischen Ebene getrennt beantwortet werden. Die Bundesspitze der SPD wollte dem gestern nicht widersprechen, zeigte sich gleichwohl besorgt über die Entwicklung. Der von der Hessen-SPD beschlossene Kurs berge "erhebliche Risiken". Darauf habe man die hessischen Freunde hingewiesen, die Entscheidung über ein Zusammengehen mit der Linken werde jedoch in Wiesbaden getroffen, sagte Parteichef Kurt Beck (SPD). Eine Zusammenarbeit mit der Linken auf Bundesebene schloss Beck aus. Hier gebe es eine "völlig klare Linie". Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) warnte vor einer Zusammenarbeit mit der Linken. Die SPD dürfe sich nicht "in die Hände" von Linksparteichef Oskar Lafontaine begeben. > Seite 2: Bericht ddp