| 00:11 Uhr

Rheinland-Pfälzer sind die Unglücklichsten im Westen

Berlin. Glücklichsein ist in Deutschland regional sehr unterschiedlich verteilt, wie der „Glücksatlas 2016“ zeigt. Während die glücklichsten Menschen der Republik in Schleswig-Holstein und Franken leben, bilden Rheinland-Pfalz und das Saarland die Schlusslichter in Westdeutschland. epd

Die Menschen in Rheinland-Pfalz und im Saarland sind mit ihrem Leben unzufriedener als der Bundesdurchschnitt. Laut dem gestern in Berlin vorgestellten "Glücksatlas 2016" der Deutschen Post landeten Saarländer und Rheinland-Pfälzer auf dem letzten Platz der westdeutschen, aber noch vor allen ostdeutschen Regionen. Das durchschnittliche Glücksniveau wurde auf einer Skala von null bis zehn mit 7,08 Punkten angegeben. Im Durchschnitt der untersuchten Regionen war der Wert gegenüber dem Vorjahr leicht auf 7,11 Punkte angestiegen. Verantwortlich für das Plus sei vermutlich die gute Beschäftigungslage und der nachhaltige Anstieg der Reallöhne, hieß es.

Die Unterschiede bei der Lebenszufriedenheit zwischen Ost und West haben sich den Erkenntnissen der Studie zufolge leicht vergrößert. Während die Westdeutschen glücklicher geworden sind, wurden die Ostdeutschen geringfügig unglücklicher. An der Spitze des regionalen "Glücksrankings" steht den Angaben zufolge erneut Schleswig-Holstein und Franken. Auch in Niedersachsen und Baden ist das Glück zu Hause. Am Ende liegt Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die zufriedensten Ostdeutschen leben demnach in Thüringen.

Besonderheiten für die gemeinsam erfasste Region Rheinland-Pfalz-Saarland sehen die Verfasser des "Glücksatlasses" in den Familienstrukturen. Bundesweit sei der Anteil der Menschen, die in einer Ehe oder eingetragenen Partnerschaft leben, nur in Berlin noch niedriger. Mit einem dauerhaften Partner zusammenzuleben, sei jedoch "glücksfördernd". Ihre gesundheitliche Situation, Einkommen und Wohnumfeld bewerten die Menschen in den beiden Bundesländern hingegen überdurchschnittlich gut.



Die Daten für den "Glücksatlas 2016" stammen aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) sowie einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach vom Frühsommer. Es wurden 5888 Menschen ab 16 Jahren befragt. Zudem befragte das Institut für Markt- und Politikforschung (dimap) insgesamt 1001 Deutsche ab 18 Jahren, wie offen und tolerant sie gegenüber der kulturellen Vielfalt in Deutschland sind und welchen Einfluss diese auf ihre persönliche Lebenszufriedenheit hat. > Seite 28: Bericht