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Spitzenposition beim Ökoanbau
Politik und Imker loben Saarland als „Bienenparadies“

Saarbrücken. Im Saarland kommt die Bürgerinitiative aus Bayern zur Rettung der Bienen gut an. „Wir begrüßen jede Initiative, die die breite Gesellschaft auf die immer schwieriger werdenden Lebensbedingungen für Bienen und andere Insekten aufmerksam macht“, sagt Umweltminister Reinhold Jost (SPD). Von Pascal Becher

Im Saarland seien bereits eine Reihe von Projekten und Förderprogrammen auf den Weg gebracht worden. Sie sollen helfen, „das Überleben der wichtigen Bestäuber in der Zukunft zu sichern“. Dazu gehörten unter anderem das Anlegen von Blühflächen in der Feldflur und das konsequente Erhöhen des Anteils biologischer Landwirtschaft. „Wir bewegen uns beim Ökolandbau bundesweit an der Spitze und wollen diese Spitzenposition weiter ausbauen“, so Jost.  Eine Einschätzung, die auch der Landesverband saarländischer Imker teilt. „Was die Bayern mit ihrem Volksbegehren machen, haben wir schon lange auf den Weg gebracht“, sagt der Verbandsvorsitzende Christian Pfeil. Das Saarland sei „ein Bienenparadies“. Zudem steige die Zahl der Imker und Bienenvölker jährlich.

Minister Jost tritt dennoch auf die Euphorie-Bremse. Damit diese positive Entwicklung weiter anhalte, sei jeder Bürger gefragt. Mit Blick auf die privaten Gärten mahnt der SPD-Politiker: „In sterilen Stein-Vorgärten werden keine Bienen summen oder sich Schmetterlinge niederlassen.“