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Rechtspopulistische Partei
Phänomen AfD – Zwischen Protest und rechter Hetze

Der Bundesvorsitzende der Jungen Alternative (JA),
Damian Lohr.
Der Bundesvorsitzende der Jungen Alternative (JA), Damian Lohr. FOTO: dpa / Alexander Prautzsch
Berlin. Keine Sammlungsbewegung, sondern mittlerweile etablierte Partei: Die im Februar 2013 gegründete Alternative für Deutschland (AfD) sieht sich selbst als „demokratische Partei und Bürgerbewegung gegen die undemokratische und rechtswidrige Willkür der etablierten Altparteien“. dpa

Sie ist in 14 von 16 Länderparlamenten vertreten und hat mehr als 30 000 Mitglieder. Bei der Bundestagswahl im September 2017 erreichte sie 12,6 Prozent der Stimmen (2013: 4,7 Prozent).

Die Partei gilt als rechtspopulistisch mit rechtsextremen Tendenzen – und das nicht erst seit ihrer jüngsten Beteiligung an den Neonazi-Aufmärschen in Chemnitz. Wie gestern bekannt wurde, sollen die AfD-Jugendorganisationen in Bremen und Niedersachsen aufgelöst werden. Sie standen zuvor unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Nach der entsprechenden Ankündigung der Behörden kündigte der Bundesvorsitzende der Jungen Alternative (JA), Damian Lohr, gestern einen außerordentlichen Bundeskongress für die Auflösung an.