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Papst soll Missbrauchsfall in den USA ignoriert haben

Hamburg/Berlin. Im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche gibt es neue Vorwürfe gegen Papst Benedikt XVI. Wie die "New York Times" berichtet, habe es der Vatikan versäumt, gegen einen US-Priester vorzugehen, der bis zu 200 gehörlose Jungen sexuell missbraucht haben soll

Hamburg/Berlin. Im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche gibt es neue Vorwürfe gegen Papst Benedikt XVI. Wie die "New York Times" berichtet, habe es der Vatikan versäumt, gegen einen US-Priester vorzugehen, der bis zu 200 gehörlose Jungen sexuell missbraucht haben soll. Statt den Priester zur Rechenschaft zu ziehen, sei es "die höchste Priorität gewesen, die Kirche vor einem Skandal zu bewahren". Auch der damalige Kurienkardinal Joseph Ratzinger sei Ende der 90er Jahre untätig geblieben, obwohl Bischöfe ihn auf den Fall hingewiesen hätten. Vatikansprecher Federico Lombardi wies darauf hin, der Vatikan sei erst 20 Jahre später zum Eingreifen aufgefordert worden. dpa