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Niemand darf sich beschweren

Meinung:

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Niemand darf sich beschweren



Von Merkur-Korrespondent Detlef Drewes

Europa schlägt ein neues Kapitel auf. 31 Jahre nach dem Schengener Abkommen, das den Bürgern die Reisefreiheit und der Union gemeinsame Außengrenzen gab, werden nun EU-Experten die Aufsicht an den offiziellen und grünen Übergängen zur Gemeinschaft übernehmen. Mit umstrittenen, aber notwendigen Kompetenzen. Sollte Griechenland etwa seine bisher schon laxen Einreise-Kontrollen beibehalten, wird das Land wohl demnächst aus dem Schengen-System fliegen. Und wer - wie Deutschland - Abschiebungen verschleppt, hinauszögert, muss mit einem Einschreiten der neuen Frontex-Spezialisten rechnen. Die Mitgliedstaaten haben sich selbst entmündigt, weil einige von ihnen versagt haben. Jetzt soll sich niemand über drakonische Gegenmaßnahmen beschweren.