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Europa statt Alleingänge
Merkel verteidigt Migrationspolitik

Bundeskanzlerin Angela Merkel beklagt den 
bisweilen schroffen Tonfall zwischen CSU und CDU.
Bundeskanzlerin Angela Merkel beklagt den bisweilen schroffen Tonfall zwischen CSU und CDU. FOTO: dpa / Wolfgang Kumm
Berlin. Vor der Sommerpause hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer traditionellen Pressekonferenz ihre Haltung in der Migrations- und Flüchtlingspolitik verteidigt. Zugleich beklagte sie am Freitag in Berlin, dass in der „sehr harten Auseinandersetzung“ zwischen CDU und CSU der Tonfall „teils sehr schroff“ geworden sei.

Sie wende sich gegen jede „Erosion von Sprache“. Sprache müsse präzise, achtsam und korrekt angewandt werden, um gesellschaftliche Spaltungen nicht zu verschärfen. Schließlich hingen „Denken, Sprechen und Handeln“ eng zusammen.

Die Union hatte mehrere Wochen über die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geplanten direkten Zurückweisungen an der deutsch-österreichischen Grenze gestritten. Merkel verwies erneut auf den Zusammenhalt der EU. Daher lehnt sie eine pauschale Zurückweisung von Migranten bei sogenannten Dublin-Fällen, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, ab. Für die Zukunft Europas sei zugleich eine gemeinsame Lösung der Migrationsfrage entscheidend.

(kna)