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Trotz Niederlage bei Fraktionschef-Wahl
Merkel will die Vertrauensfrage nicht stellen

Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht trotz ihrer Niederlage bei der Wahl des neuen Unions-Fraktionschefs keine Notwendigkeit, die Vertrauensfrage im Bundestag zu stellen. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert gestern in Berlin.

Merkel erhielt dafür die Unterstützung vom neuen Bundestagsfraktionsvorsitzenden der Union, Ralph Brinkhaus, der sich am vergangenen Dienstag gegen ihre Empfehlung in einer Kampfabstimmung völlig überraschend gegen den seit 13 Jahren amtierenden Fraktionschef Volker Kauder durchgesetzt hatte. Rückendeckung bekam Merkel auch aus der Union insgesamt und aus der SPD. Die FDP bekräftigte hingegen ihre Forderung, Merkel müsse im Parlament die Vertrauensfrage stellen.

(dpa)