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Meinung

Meinung Buddha-Taktik aus Tibet Von SZ-RedakteurJürgen Neumann Pekings Waffen der Unterdrückung gegen das buddhistische Volk der Tibeter sind bis heute geblieben: Folter, Mord, Vergewaltigung

Meinung

Buddha-Taktik

aus Tibet



Von SZ-RedakteurJürgen Neumann

Pekings Waffen der Unterdrückung gegen das buddhistische Volk der Tibeter sind bis heute geblieben: Folter, Mord, Vergewaltigung. Der Dalai Lama mit seiner Gewaltlosigkeit und seiner Philosophie der meditativen Sanftmut stellt immer wieder China als Missachter der Menschenrechte an den Pranger. Dass die Tibet-Frage bis heute ein heißes Eisen bleibt, ist untrennbar mit diesem Prophet der sanften Töne verbunden. Mit seinem politischen Rückzug fordert er China, ganz im Sinne Buddhas, grenzenlos heraus. Tibet soll Demokratie werden und sein Nachfolger soll nicht die 15. Wiedergeburt eines erleuchteten Mönches sein. Verlässt der Dalai Lama damit den "achtfachen Pfad der Weisheit" Buddhas? Mitnichten. Damit zeigt er nur seine lächelnde Beharrlichkeit. Die Welt schaut gebannt auf Tibet!