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Kurzarbeitergeld: Immer mehr Firmen betrügen

Nürnberg/Frankfurt/Main. Die Zahl der vermuteten Betrugsfälle mit Kurzarbeitergeld steigt nach Medieninformationen rasant an. Derzeit lägen der Bundesagentur für Arbeit entsprechende Hinweise auf knapp 540 Unternehmen vor, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Damit habe sich die Zahl der Verdachtsfälle seit September fast verfünffacht

Nürnberg/Frankfurt/Main. Die Zahl der vermuteten Betrugsfälle mit Kurzarbeitergeld steigt nach Medieninformationen rasant an. Derzeit lägen der Bundesagentur für Arbeit entsprechende Hinweise auf knapp 540 Unternehmen vor, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Damit habe sich die Zahl der Verdachtsfälle seit September fast verfünffacht. In den meisten Fällen besteht nach Angaben einer Behördensprecherin der Verdacht, dass in den Unternehmen trotz der betrieblich vereinbarten Arbeitszeitreduzierung weiterhin Vollzeit gearbeitet werde. Aus Dienstleistungsunternehmen seien zudem Fälle bekannt, in denen von Kurzarbeitern schlicht dasselbe Arbeitspensum verlangt werde wie in normalen Zeiten. Der Nachweis gestaltet sich gerade in solchen Fällen oft schwierig, so die Sprecherin. Erhärtet sich für die Bundesagentur der Betrugsverdacht, werden die Fälle an die zuständige Staatsanwaltschaft oder die Zollbehörden weitergeleitet. Schließlich droht betrügerischen Firmen neben der Rückzahlung der Leistungen an die Bundesagentur für Arbeit auch ein Bußgeld. Derzeit wird Kurzarbeit nach Hochrechnungen der Bundesagentur in mehr als 60 000 Unternehmen für rund 1,1 Millionen Arbeitnehmer gezahlt. Unterdessen wurde bekannt, dass die Zahl der offenen Stellen in Deutschland im dritten Quartal des laufenden Jahres aufgrund der Wirtschaftskrise weiter gesunken ist. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gestern mitteilte, gab es in Deutschland im dritten Vierteljahr 832 000 offene Stellen. Das waren 166 000 weniger als ein Jahr zuvor. dpa/ddp



Auf einen blickÜber alle Branchen hinweg betrachtet, gab es 17 Prozent weniger offene Stellen als im dritten Quartal 2008. In den Bereichen Metall, Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeuge ging die Zahl der offenen Stellen am stärksten zurück — bundesweit um rund 60 Prozent. Deutlich mehr offene Stellen gab es dagegen bei den sozialen Dienstleistungen, aber auch im Bereich Bau. ddp