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Seehofer unter Druck
Ein Rücktritt ist zwingend

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Es wäre schön, wenn nach der CDU bis Jahresende auch die CSU den Müll der Saison aufkehren und die Stube besenrein machen würde, damit man das politisch so missratene Jahr 2018 endlich hinter sich lassen kann. Von Kolhoff

Dazu müssen die Münchner sich endlich darüber klar werden, was sie sein wollen. Eine Bundes-Gernegroßpartei oder eine etwas bescheidenere Bayernkraft mit konstruktiver Teilhabe in Berlin. Letzteres ist schon deshalb zu empfehlen, weil es den Gernegroßen in ihrer Hauptstadtvertretung zuletzt an echten Größen gefehlt hat. Alexander Dobrindt ist ein kalkulierender Spieler, Horst Seehofer ein Hasardeur. Seinetwegen wäre im Sommer fast die Bundesregierung gescheitert. Der von diesen Krisen ausgehende Ansehensverlust der großen Koalition hat erheblich zu den Stimmenverlusten der Union wie der SPD bei beiden zurückliegenden Landtagswahlen beigetragen. Ein Rücktritt Seehofers als CSU-Chef und Innenminister ist zwingend.