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Jeder Zweite würde in einem Zug ohne Lokführer fahren

Berlin. Lokführerstreiks könnten bald der Vergangenheit angehören. Jeder Zweite in Deutschland (50 Prozent) könnte sich nämlich vorstellen, in einem Zug ohne Lokführer zu fahren. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des IT-Verbands Bitkom ergeben. Agentur

Als größten Vorteil erhoffen sich die Befürworter davon eine höhere Verlässlichkeit der Bahn (58 Prozent). Neben Lokführerstreiks würde durch einen ferngesteuerten Zug auch menschliches Versagen als Sicherheitsrisiko ausgeschlossen. Jedoch sind ebenso viele Befragte nicht angetan von führerlosen Zügen. In dieser Gruppe fürchten neun von zehn bei Fahrten ohne Lokführer vor allem um ihre Sicherheit. Zudem gaben 78 Prozent an, dass dadurch Arbeitsplätze vernichtet würden.

Technisch gesehen sind ferngesteuerte Züge längst keine Zukunftsmusik mehr. Dennoch ist Nürnberg bislang die einzige Stadt in Deutschland, die Züge ohne Lokführer fahren lässt. Allerdings gab es in der fränkischen Stadt bei der Umstellung der Loks auf Automatik eine Serie von technischen Pannen.