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IG Metall konzentriert Streiks auf Zweibrücken

Zweibrücken. Auf Zweibrücken und Kassel will die IGMetall im aktuellen Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie ihre Arbeitskampfaktionen für vier Bundesländer konzentrieren. Das erklärte der zweite Bevollmächtigte der IG-Metall-Verwaltungsstelle Homburg-Saarpfalz, Ralf Reinstädtler (Foto: low) gestern dem Pfälzischen Merkur Von Merkur-Redakteur Manuel Görtz

Zweibrücken. Auf Zweibrücken und Kassel will die IGMetall im aktuellen Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie ihre Arbeitskampfaktionen für vier Bundesländer konzentrieren. Das erklärte der zweite Bevollmächtigte der IG-Metall-Verwaltungsstelle Homburg-Saarpfalz, Ralf Reinstädtler (Foto: low) gestern dem Pfälzischen Merkur. Als Grund dafür nannte Reinstädtler die Konzentration von Endproduktherstellern in der Stadt wie Terex-Demag, John Deere, Pallmann und Kubota, bei denen anders als beispielsweise bei Streiks in Zulieferfirmen keine Gefahr besteht, dass der Materialnachschub für andere Betriebe ausbleibt. Den Auftakt soll eine Großkundgebung am Donnerstag um 10.15 Uhr im Zweibrücker Stadtteil Ernstweiler machen, zu der die IG Metall mindestens 3000 Teilnehmer erwartet. Allein aus Homburg sollen über 50 Busse mit streikenden Metallarbeitnehmern nach Zweibrücken fahren. In dieser Woche plant die IG-Metall-Verwaltungsstelle Homburg-Saarpfalz nach Worten von Gewerkschaftssekretär Ralf Cavelius (Foto: voj) insgesamt 33 Warnstreiks in ihrem Bezirk, der den Saarpfalz-Kreis und die südliche Westpfalz umfasst. Gestern traten in Zweibrücken nach Gewerkschaftsangaben rund 2250 Arbeitnehmer von Terex-Demag, John Deere und Pallmann in den befristeten Ausstand. Gibt es bis Mitte November in den festgefahrenen Tarifverhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden keinen Durchbruch, droht der Branche ein unbefristeter Streik mit Zweibrücken und Kassel als Hauptaustragungsorte für die Länder Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Thüringen. Die Arbeitgeber haben den Arbeitnehmern eine Einkommenssteigerung von 2,1 Prozent für 2009 und eine Einmalzahlung von 0,8 Prozent des Jahreseinkommens für November und Dezember angeboten. Die IGMetall fordert acht Prozent mehr Geld. >Seiten 8, 15 und 23: Berichte