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Hoeneß' neue Heimat lässt Medien hinter die Gitter-Stäbe blicken

Landsberg. Bislang wurde von einem Hoeneß-Effekt bei der Zunahme der Selbstanzeigen von Steuersündern gesprochen, die sich das Schicksal des Ex-Bayern-Bosses ersparen wollten. Jetzt hat auch der Strafvollzug seinen Hoeneß-Effekt: nämlich ungewöhnliche Offenheit. dpa/red

Das Landsberger Gefängnis, demnächst Adresse von Uli Hoeneß, hat für den 31. März zur Informationsveranstaltung für Medienvertreter eingeladen. Die Leitung lässt Journalisten hinter die Gitterstäbe blicken, zeigt Unterkünfte, Arbeits- und Freizeiträume. Dabei sind auch Foto- und Filmaufnahmen möglich - in Haftanstalten die absolute Ausnahme. Ob die Zelle gezeigt wird, in der Hoeneß seine Strafe absitzen muss, gilt aber eher als unwahrscheinlich. Der wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Nationalspieler muss in wenigen Wochen in Landsberg, 50 Kilometer von München, einrücken.