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Hohe Nachfrage bei Supermärkten
Firma schwenkt um auf Produktion von Trennwänden

Koblenz. (dpa) Kassiererinnen und Kassierer in Supermärkten gelten als besonders gefährdet, sich und dann ihre Kunden mit dem Coronavirus anzustecken: Um das zu vermeiden, baut eine Firma in Urmitz bei Koblenz Abtrennungen mit Plexiglasscheiben.

„Wenn unsere normalen Aufträge nicht mehr zu uns kommen, brauchen wir eigene Ideen“, sagte der Chef der Actionlight Veranstaltungstechnik GmbH, Lars Brennecke, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Veranstaltungen sind wegen der Corona-Ansteckungsgefahr gegenwärtig verboten – und Trennscheiben für Kassierer gesucht.

„Wir haben bislang für rund 50 Geschäfte, Apotheken und Arztpraxen Abtrennungen produziert“, ergänzte Brennecke. Aussparungen gebe es beispielsweise für Geld- und Krankenversicherungskarten. „Für Brötchen in Bäckereien bauen wir eine kleine Rutsche zu den Kunden.“

Auch andere Unternehmen in Deutschland produzieren nun solche Abtrennungen. „Wenn wir unsere Trennscheiben weit weg schicken, arbeiten wir mit anderen Firmen zusammen. Die bauen das dann vor Ort auf“, erklärte Brennecke. „In der Krise stehen die Messebauer zusammen. Man kennt sich.“



Actionlight mit 34 Mitarbeitern produziert nach eigenen Angaben auf 5000 Quadratmetern. „Das ist genug Platz für mindestens eineinhalb Meter Abstand zwischen den Mitarbeitern“, sagte der Geschäftsführer.

(dpa)