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Die Baden-Württemberger sorgen sich ums "Grüß Gott"

Stuttgart. In Baden-Württemberg herrscht Sorge um die landesübliche Grußformel "Grüß Gott". Die Landesregierung sah sich gestern zu einer Beschwichtigung der besonderen Art veranlasst: Der Segensgruß werde nicht verboten, hieß es aus der Staatskanzlei. Anlass war eine ominöse E-Mail, die die Runde gemacht hatte

Stuttgart. In Baden-Württemberg herrscht Sorge um die landesübliche Grußformel "Grüß Gott". Die Landesregierung sah sich gestern zu einer Beschwichtigung der besonderen Art veranlasst: Der Segensgruß werde nicht verboten, hieß es aus der Staatskanzlei. Anlass war eine ominöse E-Mail, die die Runde gemacht hatte. Darin wurde behauptet, das in Baden-Württemberg vertraute "Grüß Gott" dürfe nicht mehr verwendet werden - aus Rücksichtnahme auf Muslime. Die Staatsrätin für interreligiösen Dialog, Regina Ammicht Quinn, gab deshalb Entwarnung: Es handele sich bei der E-Mail um eine Fälschung. In dem mit ausländerfeindlichen Reaktionen gespickten E-Mail-Text schrieb "eine junge Lehrerin", das "Grüß Gott"-Verbot sei Kindern zu Schulbeginn in Stuttgarter Schulen von ihren Klassenvorständen mitgeteilt worden.Ammicht Quinn stellte klar: "Eine Anweisung gegen das ,Grüß Gott' ist in Baden-Württemberg undenkbar. Und es haben sich im Übrigen nie Muslime darüber beschwert, dass im Namen Gottes gegrüßt wird", sagte sie. dapd