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Mord an 14-Jähriger bewegt die Menschen
Demos und Gegendemos in Mainz nach Susannas Tod

Mainz. Nach dem Mord an der 14-jährigen Susanna wird ihre Heimatstadt Mainz das Ziel mehrerer Demonstrationen. An diesem Samstag will die Bürgerrechtsbewegung Solidarität am Morgen in der Seppel-Glückert-Passage demonstrieren.

Eine Initiative unter dem Motto „Stop the violence –gegen sexualisierte Gewalt und Unterdrückung“ plant am Nachmittag einen Zug vom Hauptbahnhof bis zum Petersplatz. Die „Gutmenschliche Aktion Mainz“ lädt zu einer Trauerkundgebung auf den Petersplatz ein, um sich gegen Rassismus zu wenden. Die AfD-Landtagsfraktion will ganz in der Nähe vor der Staatskanzlei unter dem Motto „Es reicht! Endlich Konsequenzen ziehen!“ demonstrieren.

Für diesen Sonntag plant die Initiative „Beweg was!“ auf dem Ernst-Ludwig-Platz nahe dem Schloss eine Demo. Sie hatte unter dem Titel „Merkel muss weg“ in den vergangenen Wochen gegen illegale Einwanderung protestiert. Ein Bündnis mit dem Namen „Mainz – kein Platz für Menschenfeinde – Refugees welcome“ will in Sichtweite gegen Fremdenfeindlichkeit demonstrieren. Das Bündnis „Bunter Montag Mainz“ wendet sich am Schlosstor gegen Rassismus, „Mainz gegen Rechts“ plant eine Demo auf dem Markt vor dem Dom.

Die Leiche von Susanna aus Mainz war am vergangenen Mittwoch bei Wiesbaden gefunden worden (wir berichteten). Ein 20 Jahre alter Tatverdächtiger, ein inzwischen zurückgekehrter irakischer Flüchtling, wurde am Freitagfrüh im Irak festgenommen. Susannas Schule in Mainz gedachte des Mädchens am Freitag mit einer Schweigeminute.



(dpa)