| 23:30 Uhr

Aber kein Freibrief für Raser
Bundesgerichtshof kippt Mordurteil gegen zwei Raser

Karlsruhe. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das deutschlandweit erste Mordurteil gegen zwei Berliner Raser aufgehoben, die nach einem illegalen nächtlichen Autorennen auf dem Kurfürstendamm einen Mann totgefahren hatten (4 StR 399/17). Die beiden Raser können nun auf eine mildere Strafe hoffen. Als Freibrief für Raser kann das aber nicht verstanden werden: Der BGH hob gestern in Karlsruhe zugleich teilweise eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main auf, das einen Raser wegen fahrlässiger Tötung verurteilt hatte (4 StR 158/17).

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das deutschlandweit erste Mordurteil gegen zwei Berliner Raser aufgehoben, die nach einem illegalen nächtlichen Autorennen auf dem Kurfürstendamm einen Mann totgefahren hatten (4 StR 399/17). Die beiden Raser können nun auf eine mildere Strafe hoffen. Als Freibrief für Raser kann das aber nicht verstanden werden: Der BGH hob gestern in Karlsruhe zugleich teilweise eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main auf, das einen Raser wegen fahrlässiger Tötung verurteilt hatte (4 StR 158/17).

Raser können weiterhin als Mörder verurteilt werden. Das Strafgesetzbuch wurde nach dem Berliner Fall verschärft – die Regelung kann für die beiden Berliner Raser aber nicht mehr angewandt werden.

(dpa)