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Autokennzeichen mit der Abkürzung „IS“ weiter erlaubt

Mainz/Saarbrücken. Agentur

In den Verkehrsministerien von Rheinland-Pfalz und dem Saarland gibt es keine Überlegungen, Autokennzeichen mit der Buchstabenkombination "IS" zu verbieten. Das teilten Sprecher der beiden Behörden der Deutschen Presse-Agentur gestern mit. Die Abkürzung "IS" wird unter anderem für die Terrormiliz "Islamischer Staat" verwendet. Wie ein Sprecher im rheinland-pfälzischen Ministerium erklärte, werden hingegen Kombinationen, die an die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland erinnern, nicht mehr vergeben. Darunter fallen Abkürzungen wie "KZ" (Konzentrationslager), "HJ" (Hitlerjugend ) oder "SS" (Schutzstaffel).

In Nordrhein-Westfalen hatte die Stadt Düsseldorf angekündigt, keine Kennzeichen mit "IS" mehr auszugeben. Städte könnten - abgesehen von landesweiten Verboten durch das Ministerium - selbst entscheiden, welche Kennzeichen sie zulassen und welche nicht, sagte ein Sprecher. Dass Kommunen in Rheinland-Pfalz oder dem Saarland mitziehen wollen, ist bisher nicht bekannt.