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Kommentar
Ein extrem gefährliches Spiel

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Die Lage am Asowschen Meer ist kreuzgefährlich. Jederzeit kann daraus ein heißer, direkter Krieg zwischen Russland und der Ukraine werden, der Europa nicht unberührt ließe. Es kann aber auch bei einem „Zwischenfall“ bleiben, wie er in umstrittenen Zonen überall auf der Welt schon mal passiert. Von Werner Kolhoff

In jedem Fall sind Rufe nach scharfen Maßnahmen gegen Russland sehr verfrüht. Dazu sind Hergang und Motivlage zu unübersichtlich.

Der Westen sollte sich als ehrlicher Makler in der Frage des Zugangs zum Asowschen Meer anbieten. Ziel muss eine Regelung sein, die die Krim-Annexion und den russischen Hoheitsanspruch über die Meerenge von Kertsch ausklammert. Zugleich muss allen Schiffen, auch der ukrainischen Marine, die ungehinderte Passage garantiert werden. Falls nötig unter internationaler Kontrolle.