| 22:53 Uhr

Prügel-Affäre
Arrogante Abrechnung mit Opposition und Medien

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Auf die ersten Äußerungen von Emmanuel Macron zur Prügel-Affäre haben die Franzosen lange gewartet. Doch zufriedenstellen dürften sie die Worte ihres Präsidenten nicht. Zwar hat der 40-Jährige alle Verantwortung für das Fehlverhalten seines Leibwächters übernommen. Von Christine Longin

Es wird also keine Bauernopfer geben. Das ist aber auch der einzig positive Aspekt seines Auftritts.

Ansonsten zieht Macron in gewohnt arroganter Art über die Opposition und die Medien her. Und das Staatsoberhaupt vergisst dabei, dass gerade diese Opposition im Untersuchungsausschuss das System der Vetternwirtschaft aufdecken will, das sich rund um den Präsidenten etabliert hat. Und dass es die Medien waren, die diese Vetternwirtschaft überhaupt erst ans Licht brachten.

Präsident Macron sollte die Fehler lieber bei sich selbst suchen als bei anderen.