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Angela Merkel fordert Klarstellung von Papst Benedikt XVI.

Berlin/Rom. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, Foto: dpa) hat in der Holocaust-Debatte offene Kritik an Papst Benedikt XVI. geäußert

Berlin/Rom. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, Foto: dpa) hat in der Holocaust-Debatte offene Kritik an Papst Benedikt XVI. geäußert. Das katholische Kirchenoberhaupt und der Vatikan müssten eindeutig klarstellen, dass es im Zusammenhang mit dem Holocaust "keine Leugnung geben kann" und es "natürlich einen positiven Umgang mit dem Judentum insgesamt" geben müsse, sagte Merkel gestern in Berlin. Eine solche Klarstellung sei aus ihrer Sicht "noch nicht ausreichend erfolgt". Im Umfeld des Vatikan wurde Unverständnis über die Papst-Kritik der Kanzlerin laut. Der CSU-Politiker Norbert Geis nahm Benedikt XVI. in Schutz. "Der Papst hat die Sache bereits klar gestellt", sagte Geis, Mitglied im Kuratorium des Forums deutscher Katholiken, der "Stuttgarter Zeitung". Merkel hätte sich vor einer solchen Einlassung genauer informieren müssen, kritisierte er. > Seite 4: Bericht epd