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Andrea Ypsilanti wird nicht Ministerpräsidentin

Wiesbaden. Bitteres Aus für Andrea Ypsilanti (Foto: dpa): Der Machtwechsel in Hessen mit einer rot-grünen Minderheitsregierung ist in letzter Minute geplatzt. Vier SPD-Landtagsabgeordnete verweigerten ihrer Vorsitzenden einen Tag vor der geplanten Wahl zur Ministerpräsidentin überraschend die Gefolgschaft - wegen Bedenken gegen die Linkspartei, die Rot-Grün in Hessen tolerieren sollte

Wiesbaden. Bitteres Aus für Andrea Ypsilanti (Foto: dpa): Der Machtwechsel in Hessen mit einer rot-grünen Minderheitsregierung ist in letzter Minute geplatzt. Vier SPD-Landtagsabgeordnete verweigerten ihrer Vorsitzenden einen Tag vor der geplanten Wahl zur Ministerpräsidentin überraschend die Gefolgschaft - wegen Bedenken gegen die Linkspartei, die Rot-Grün in Hessen tolerieren sollte. Drei der vier Abweichler machten ihr Nein gestern erstmals öffentlich, obwohl die SPD auf einem Parteitag den Koalitionsvertrag mit den Grünen debattiert und mit großer Mehrheit gebilligt hatte. CDU-Ministerpräsident Roland Koch bleibt weiter geschäftsführend im Amt. Eine von den Linken geduldete rot-grüne Regierung würde dem Land und seiner Partei schaden, sagte der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Jürgen Walter. Die für heute geplante Sondersitzung des Landtages zur Wahl Ypsilantis wurde abgesagt. Neben Walter verweigerten auch seine Fraktionskolleginnen Carmen Everts, Silke Tesch und Dagmar Metzger ihrer Landespartei- und Fraktionschefin Ypsilanti die Stimme. >Seiten 4 und 5: Berichte; Seite 4: Meinung dpa