| 22:33 Uhr

Rivalen des IS
Ahrar Al-Sham kämpft für einen Gottesstaat

Saarbrücken. Die im Saarland festgenommenen Terror-Verdächtigen sollen nach Ermittler-Angaben teils dem Islamischen Staat (IS), teils der militant-islamistischen Rebellenmiliz Ahrar Al-Sham angehören. Letztere kämpft als eine von zahlreichen islamistischen Gruppen in Syrien gegen Machthaber Baschar al-Assad. Der vollständige Name der Miliz lautet „Harakat Ahrar al-Sham al-Islamiya“, was übersetzt „Islamische Bewegung der Freien Männer Großsyriens“ heißt. Die Gruppe wird von der Generalbundesanwaltschaft als ausländische terroristische Vereinigung eingestuft. Demnach will sie in Syrien einen Gottesstaat errichten. Anders als der IS hat sie jedoch keine Ambitionen über das Bürgerkriegsland hinaus.

Die im Saarland festgenommenen Terror-Verdächtigen sollen nach Ermittler-Angaben teils dem Islamischen Staat (IS), teils der militant-islamistischen Rebellenmiliz Ahrar Al-Sham angehören. Letztere kämpft als eine von zahlreichen islamistischen Gruppen in Syrien gegen Machthaber Baschar al-Assad. Der vollständige Name der Miliz lautet „Harakat Ahrar al-Sham al-Islamiya“, was übersetzt „Islamische Bewegung der Freien Männer Großsyriens“ heißt. Die Gruppe wird von der Generalbundesanwaltschaft als ausländische terroristische Vereinigung eingestuft. Demnach will sie in Syrien einen Gottesstaat errichten. Anders als der IS hat sie jedoch keine Ambitionen über das Bürgerkriegsland hinaus.

Ahrar al-Sham hat sich 2013 mit anderen Rebellengruppen zur „Islamischen Front“ zusammengeschlossen. Die Anzahl der kampfbereiten Mitglieder der Miliz soll sich laut Generalbundesanwaltschaft bis Mitte 2014 in einer Größenordnung von 10 000 bis 20 000 bewegt haben. Dann schwächte ein Anschlag, bei dem nahezu die gesamte Führungsspitze der Gruppierung getötet wurde, die Miliz zumindest vorübergehend deutlich. Medienberichten zufolge steckt wahrscheinlich der rivalisierende IS hinter dem Attentat von 2014.