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Zweitliga-Trainer auch nach DFB-Pokal unter Druck

München. Noch zu Wochenbeginn schienen Trainerwechsel bei 1860 München und in Fürth eine Frage von Tagen. Nach den Überraschungen im DFB-Pokal sind Runjaic und Ruthenbeck nun in der Liga gefordert. Auch Paulis Lienen muss endlich punkten. Sein Job scheint noch am wenigsten gefährdet. Agentur

St. Paulis Ewald Lienen schimpfte wie einst Giovanni Trapattoni auf der Pressekonferenz, seine Trainerkollegen in Fürth und München sorgten sportlich für Furore. Nach einer ereignisreichen Pokal-Woche stehen die zuletzt erfolglosen Coaches am 11. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga weiter im Fokus. Sie wissen: Langsam müssen auch in der Liga wieder Punkte her. Alle drei tankten im Pokal Selbstvertrauen, auch wenn nur 1860 München mit Kosta Runjaic in Würzburg sowie Greuther Fürth mit Stefan Ruthenbeck gegen Mainz 05 weiterkamen. Aber selbst Altmeister Lienen lobte nach dem 0:2 gegen die Hertha einen "passablen Auftritt" seiner "ganz anderen Mannschaft".

Vom Erfolgsweg waren jüngst alle Vereine abgekommen, vor allem bei 1860 und Fürth schien ein Trainerwechsel nur noch eine Frage der Zeit. Nach dem 4:3-Erfolg im Elfmeterschießen bei den Würzburger Kickers verschaffte sich Runjaic eine kleine Verschnaufpause. "Es war ein ganz wichtiger Sieg für alle - für den Verein, die Fans, die Mannschaft und auch für den Trainer", gab er erleichtert zu.

Einen kämpferischen Auftritt will Runjaic nun auch in der Heimpartie am heutigen Freitag (18.30 Uhr) gegen Erzgebirge Aue sehen. "Die Mannschaft lebt", kommentierte Investor Hasan Ismaik, der letztlich über die Zukunft des Trainers entscheidet. Klar dürfte sein: Bei einer Pleite gegen die Sachsen wird dessen Position wieder ganz neu bewertet.



Fürths Ruthenbeck schien schon abgeschlossen zu haben, zumindest ließen Kommentare darauf schließen. Die Überraschung gegen den FSV Mainz 05 sorgte nun für einen ermunternden Lichtblick nach drei Niederlagen in Serie. Der Schwung soll nun in die Liga mitgenommen werden. Am Samstag (13 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern müsse die Spielvereinigung "genauso weitermachen", forderte Torhüter Sascha Burchert.

Das Kapitel Ewald Lienen dürfte derweil beim Hamburger Kiezclubvorerst weitergehen, die Vereinsbosse beim Tabellenletzten bauen auf den 62-Jährigen, der seine Schützlinge auf das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Montagabend (20.15 Uhr) vorbereitet.