| 23:11 Uhr

Marvin Ducksch trifft nicht
Der Torschützenkönig wartet auf den Durchbruch

Der Düsseldorfer Marvin Ducksch fasst sich nach einem nicht gegeben Tor an den Kopf. Eine bezeichnende Szene.
Der Düsseldorfer Marvin Ducksch fasst sich nach einem nicht gegeben Tor an den Kopf. Eine bezeichnende Szene. FOTO: dpa / Timm Schamberger
Düsseldorf. Von Marvin Ducksch hatte sich Fortuna Düsseldorf viel versprochen. Noch hat der Neuzugang in der Liga aber nicht getroffen. sid

Seine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga hat sich Marvin Ducksch anders vorgestellt. Bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf wollte der Zweitliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison seine Erstligatauglichkeit beweisen, nachdem er zuvor weder in seiner Heimatstadt bei Borussia Dortmund noch beim SC Paderborn im Oberhaus Akzente setzen konnte. Doch in den ersten acht Ligaspielen hat sich die Hoffnung des 24-Jährigen auf ein Tor noch nicht erfüllt – ein einziger Scorer-Punkt steht nach 486 Einsatzminuten zu Buche.

Angreifer Ducksch, der in der vergangenen Zweitliga-Saison mit 18 Treffern Holstein Kiel in die Bundesliga-Relegation schoss und damit Begehrlichkeiten weckte, konnte seinen eigenen Ansprüche bislang zwar noch nicht gerecht werden. Verrückt machen lässt er sich aber auch nach dem Absturz der Rheinländer auf den letzten Tabellenplatz und der jüngsten 1:7-Klatsche bei Eintracht Frankfurt nicht.

„Ich habe mir abgewöhnt, mit mir zu hadern, das bringt als Stürmer auch nichts. Ich bin jeden Tag mit Spaß im Training dabei, und die Belohnung wird bald folgen“, sagt der frühere Junioren-Nationalspieler voller Optimismus – und in der Hoffnung, dass an diesem Samstag gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr) endlich der Knoten platzt.



Auch sein Trainer bleibt trotz der bislang ernüchternden Bilanz seines Wunschspielers ruhig. „Ich messe einen Stürmer nicht nur an Toren, das habe ich noch nie getan, sondern an seiner Arbeit für die Mannschaft. Und da bin ich mit Marvin total zufrieden“, sagt Friedhelm Funkel. Der 64-Jährige hat zudem eine Erklärung, warum weder Ducksch noch dessen Stürmerkollege Rouwen Hennings, der es gerade mal auf ein Elfmetertor gebracht hat, nicht wie erhofft knipsen. „Das ist jetzt eine neue Aufgabe, eine neue Herausforderung für die Jungs – der müssen sie sich stellen“, sagt Funkel. In der Bundesliga sei „der Druck nochmal ein bisschen größer, die Gegenspieler und natürlich auch die Torhüter haben noch mal eine ganz andere Qualität.“

Dennoch glaubt Funkel weiter an seine beiden wichtigsten Angreifer: „Sie werden weiter meine Unterstützung haben. Extra verschießt ja keiner. Ich weiß, wie schwer das ist.“