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Fußball in den USA
Miami ist zurück auf der Fußball-Karte

David Beckham hat sein großes Ziel erreicht.
David Beckham hat sein großes Ziel erreicht. FOTO: Lynne Sladky / dpa
Miami. Englands Ikone David Beckham erhält den offiziellen Zuschlag der Profiliga MLS. 2020 soll es losgehen.

Superstars aus Film, Musik und Sport gratulierten David Beckham zu seinem Coup. Dank Englands ehemaligem Fußballstar gibt es im heißen Miami neben Glamour und Sonne satt in Zukunft auch wieder Profifußball in der nordamerikanischen Liga MLS. Schauspielerin Jennifer Lopez, Super-Bowl-Sieger Tom Brady, Rapper Jay-Z, Olympiasieger Usain Bolt und PSG-Stürmer Neymar feierten Beckham und seine Investorengruppe in einer Videobotschaft.

Für den 42 Jahre alten Beckham war die offizielle Bekanntgabe eines Profiteams in Miami das Resultat von fast vier Jahren Arbeit. „Unsere Mission, einen MLS-Club nach Miami zu bringen, ist vollbracht. Wir sind sehr zufrieden, dankbar und aufgeregt“, sagte der frühere Kapitän der englischen Nationalmannschaft vor geladenen Gästen in Miami. Details wie Teamname, Logo oder Vereinsfarben werden später bekanntgegeben, hieß es in einer Mitteilung der Liga. Auch der Zeitpunkt, wann die Mannschaft den Spielbetrieb aufnehmen wird, ist noch nicht bekannt. Der „Miami Herald“ berichtet, dass das geplante neue Stadion erst 2021 zur Verfügung stehen wird. Das Team könnte jedoch bereits 2020 in einem Übergangs-Stadion den Liga-Spielbetrieb aufnehmen, sagte MLS-Chef Don Garber. Das neue Stadion wird im Kern der Ostküsten-Metropole erbaut werden und soll Platz für 25 000 Zuschauer bieten. Die Kosten sind mit 225 Millionen Dollar veranschlagt. Die Stadionfrage konnte von der Investorengruppe im vergangenen Jahr gelöst werden.

„Wir verdienen ein Fußball-Team“, sagte Mitbesitzer und Geschäftsmann Jorge Mas. „Miamis kulturelles Mosaik, die lateinamerikanische Gemeinschaft, der gesamte Mix – Fußball liegt der Stadt im Blut.“ Beckham, der 2007 von Real Madrid zu Los Angeles Galaxy wechselte, arbeitet seit 2014 an dem Projekt. Nach seinem Karriereende zog der frühere Spieler von Manchester United eine Vertragsoption, die ihm den Besitz eines Teams zu einem reduzierten Preis garantierte.



„Als ich den Zuschlag für ein Team erhielt, gab es nur eine Stadt für mich. Und das war hier“, sagte Beckham über seine Entscheidung, ein Team in Miami zu etablieren. „Es war schwierig von Zeit zu Zeit – aber ich habe nicht aufgegeben.“

Für Miami ist das neue Team eine Rückkehr in die MLS. Zwischen 1998 und 2001 spielte mit Miami Fusion bereits ein Team aus der Region in der Profi-Liga. Es wurde aufgrund schlechter Zuschauerzahlen eingestellt. Das soll diesmals anders werden. Ein paar große Namen sollen kommen. „Cristiano Ronaldo? Das müssen sie ihn selber fragen“, sagte Beckham angesprochen auf den portugiesischen Weltfußballer: Aber „viele andere Topspieler haben mich schon angerufen“.

Aktuell spielen 22 Mannschaften in der MLS. Im diesem Jahr kommt mit Los Angeles FC eine weitere hinzu. Im vergangenen Monat erhielt zudem Nashville im US-Bundesstaat Tennessee den Zuschlag für ein Erweiterungs-Team.