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1. FC Kaiserslautern
Lautern will den dritten Sieg in Serie

Kaiserslautern. Die Aufbruchstimmung beim 1. FC Kaiserslautern soll heute Abend auch der SV Sandhausen zu spüren bekommen.

(dpa/red) Nach zwei Siegen in Serie herrscht beim 1. FC Kaiserslautern Aufbruchsstimmung. Heute Abend (18.30 Uhr/Sky) bietet sich beim Heimspiel gegen den SV Sandhausen die nächste Möglichkeit, die Aufholjagd im Abstiegskampf fortzusetzen. „Es ist für uns elementar wichtig, das Selbstvertrauen mitzunehmen und gleichzeitig zu wissen, was auf uns zukommt. Sandhausen wird eine ganz zähe Angelegenheit“, sagte Trainer Michael Frontzeck. Ein Anliegen ist es ihm, seiner Truppe ein Lob auszusprechen: „Was meine Mannschaft in den letzten beiden Spielen gemacht hat, verdient ein Kompliment. Lange Zeit hat sie immer wieder in den Nacken bekommen, Woche für Woche mit dem Rücken zur Wand gestanden“, sagt der Trainer. „Nun belohnt sie sich endlich. Dennoch wird sich jetzt keiner überschätzen und alle sind sich der Lage bewusst.“

Das liegt auch an den Winter-Transfers Ruben Jenssen, Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Halil Altintop. „Besonders Halil strahlt eine absolute Ruhe aus. Auch charakterlich sind alle drei super“, schwärmt der 21-jährige Nils Seufert. „Wir erleben durch sie einen Qualitätsschub, haben an Stabilität gewonnen.“

Theoretisch könnte der FCK die Abstiegsplätze schon in den kommenden sieben Tagen verlassen – wenn er zunächst gegen Sandhausen und danach auch das Wiederholungsspiel beim direkten Konkurrenten Darmstadt 98 gewinnen sollte. Noch aber stehen die Pfälzer auf dem letzten Tabellenplatz und sind vor dem Nachbarn aus Sandhausen auch gewarnt: „Mit ihren bescheidenen Möglichkeiten arbeiten sie nahe am Optimum. Sie stehen kompakt und lassen wenig zu. Wir werden hochkonzentriert sein müssen“, betonte Frontzeck am Mittwoch.



Die Erfolgsgaranten der Lauterer waren zuletzt die Stürmer Osayamen Osawe und Lukas Spalvis. Beide blühen nach einer schwachen Hinrunde regelrecht auf. „Sie sind beide elementar wichtig, und das ist nicht nur an ihren Toren zu messen“, meinte Frontzeck.

Verzichten muss der FCK heute dagegen auf seinen Kapitän Christoph Moritz, der beim 3:1-Erfolg gegen Kiel seine fünfte Gelbe Karte sah. Wer den Mittelfeldstrategen ersetzen soll und ob Halil Altintop zu seinem Startelf-Debüt kommen wird, ließ der Trainer am Mittwoch noch offen. „Ich werde die restlichen Trainingseinheiten noch abwarten“, erklärte Frontzeck.

Innenverteidiger Marcel Correia ist dafür wieder ein Kandidat für die erste Elf. Der 28-Jährige verpasste die vergangenen beiden Spiele wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel.

Für Denis Linsmayer ist die Rückkehr zum Betzenberg unterdessen immer was Besonderes. In Kaiserslautern wurde er groß, hier leben seine Familie und die Angehörigen seiner Frau, bis vor kurzem hatte er einen zweiten Wohnsitz in seiner Heimatstadt. „Ich bin FCK-Fan und werde es immer bleiben“, sagt der zweifache Familienvater, der mit 13 Jahren von der kleinen TSG Kaiserslautern an den Betzenberg wechselte. Dort blieb er neun Jahre lang, debütierte 2012 unter Trainer Franco Foda in der ersten Mannschaft des FCK beim 3:1-Auswärtssieg gegen Dynamo Dresden, ehe ihn Trainer Alois Schwartz nach Sandhausen holte. Acht Zweitligaspiele hat „Linsi“ für die Pfälzer bestritten, 155 in den viereinhalb Jahren danach für den SV Sandhausen. „Sie haben am Freitag gegen Kiel beeindruckend und verdient gewonnen“, lobt der 26-Jährige den FCK: „Ich wünsche dem 1. FC Kaiserslautern von Herzen den Klassenerhalt.“

Der wegen Herzrhythmusstörungen pausierende FCK-Trainer Jeff Strasser hat keinen Vertrag für die 3. Liga. Das stellte Sportdirektor Martin Bader klar: „Das war auch sein ausdrücklicher Wunsch.“ Hält der FCK die Klasse, hat er kommende Saison zwei Cheftrainer. „Wenn Jeff gesund ist, ist es klar, dass der FCK alles dafür tun wird, dass er Teil dieser Familie bleibt“, sagte Bader. In welcher Rolle, sei noch offen.