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Internen Querelen
Köln: Spinner forderte Vizepräsidenten zu Entlassungen auf

 Werner Spinner werde im September nicht wieder als Präsident kandidieren. Foto: Jan Woitas
Werner Spinner werde im September nicht wieder als Präsident kandidieren. Foto: Jan Woitas
Köln. Beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln sollten nach dem 2:1-Sieg beim FC Ingolstadt entweder Trainer Markus Anfang oder die Geschäftsführung entlassen werden. dpa

Das erklärte Vizepräsident Markus Ritterbach im Interview der „Kölnischen Rundschau“. Aus dem Skiurlaub habe Vereinschef Werner Spinner zuvor eine Sprachnachricht an die Vizepräsidenten Ritterbach und Toni Schumacher geschickt und darin die Meinung vertreten, „dass wir nach dem Spiel in Ingolstadt entweder Trainer Markus Anfang oder die Geschäftsführung entlassen sollten. Wen es treffen sollte, wollte er Toni und mir überlassen“, sagte Ritterbach.

Er erläuterte zudem, man habe gewusst, dass Spinner im September nicht wieder als Präsident kandidieren würde. „Angesichts seiner Gesundheit kann das jeder verstehen. Aber es wäre gut für den Verein gewesen, wenn er bis September im Amt geblieben wäre.“ Nach internen Querelen hatte der 70 Jahre alte Spinner am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt. Er war seit April 2012 FC-Präsident.

Es stimme, dass die Zusammenarbeit mit Spinner immer schwieriger geworden sei. „Und das bedauere ich. Wir waren mal ein Team, das füreinander eingestanden hat. Es waren zuletzt jedoch schwierige Bedingungen. Werner Spinner war nach seiner schweren Herzoperation verändert. Trotzdem muss man das Gesamtbild der vergangenen sieben Jahre sehen, und das ist positiv“, sagte Ritterbach.



Schumacher und Ritterbach hätten zuletzt in einem Krisengespräch noch vergeblich versucht, zwischen Spinner und Sport-Geschäftsführer Armin Veh zu vermitteln. „Wir hatten die Hoffnung, das sei noch zu reparieren. Armin Veh sah sich jedoch genötigt, den Vertrauensbruch öffentlich zu machen“, sagte Ritterbach. Das hatte Veh nach dem Erfolg in Ingolstadt getan.

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Ritterbach-Interview