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| 00:27 Uhr

1. FC Kaiserslautern
FCK springt auch über die Hürde Kiel

Osayamen Osawe (links) und Brandon Borrello feiern die 1:0-Führung für den FCK.
Osayamen Osawe (links) und Brandon Borrello feiern die 1:0-Führung für den FCK. FOTO: Uwe Anspach / dpa
Kaiserslautern. Der 1. FC Kaiserslautern schöpft nach dem 3:1-Erfolg gegen den Aufstiegsaspiranten im Abstiegskampf wieder Mut.

(dpa/red) Michael Frontzeck bleibt der Glücksbringer für den 1. FC Kaiserslautern. Im zweiten Spiel unter dem neuen Coach gelang dem Tabellenletzten der zweite Erfolg. „Ich bin froh, dass wir den Sack zugemacht haben. Das Selbstvertrauen wächst, wir sind auf einem guten Weg. Es freut mich auch für die Zuschauer, es war eine außerordentliche Stimmung nach dem Spiel. Das nehmen wir natürlich mit in die Woche“, sagte Frontzeck nach dem 3:1 (2:1)-Erfolg am Freitagabend gegen den Tabellen-Dritten Holstein Kiel. Durch den Sieg schöpft der FCK bei nur noch vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz 16 wieder neuen Mut.

Überragender Mann vor 20 664 Zuschauern war Osayamen Osawe. „Den haben wir einfach nicht verteidigt bekommen“, bilanzierte Kiels Trainer Markus Anfang. Nach dem schnellen Führungstor durch Brandon Borrello in der zweiten Minute holte der Engländer den von Christoph Moritz verwandelten Strafstoß zum 2:1 heraus (45.) und traf selbst zum Endstand (51.). Kiels David Kinsombi glich zwischenzeitlich aus (32.).

„Er hat gezeigt, dass er Mannschaften weh tun kann. Wenn er so weitermacht, werden wir noch viel Freude an ihm haben“, lobte Frontzeck. „Er war heute der beste Spieler auf dem Platz. In der Halbzeit habe ich ihm gesagt, dass er sich mit einem Tor belohnen soll“, freute sich auch Lukas Spalvis mit seinem Stürmerkollegen.

Die Pfälzer erwischten einen Start nach Maß und nutzten die noch völlig ungeordnete Kieler Defensive zum 1:0. Danach verpassten es die Lauterer trotz hochkarätiger Möglichkeiten, diese auszubauen. In der 13. Minute war die Frontzeck-Elf dann im Glück, als Marvin Duksch mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter an FCK-Keeper Marius Müller scheiterte.

„Uns war klar, dass wir die Serie lieber früher als später starten müssen. Den Rückenwind nehmen wir mit. Es wird aber trotzdem nicht leichter“, erklärte Moritz. Auch Frontzeck sieht trotz der guten Ansätze noch viel Arbeit auf sich zukommen. „Selbstvertrauen muss man sich erarbeiten. In Braunschweig haben wir den ersten Schritt gemacht, heute den zweiten“, sagte er. „Das heißt aber nicht, dass wir jetzt jedes Spiel gewinnen. Aber das Selbstvertrauen wächst.“

FCK-Keeper Müller hatten die Fans zwischenzeitlich „eine Gänsehaut“ beschert, „obwohl ich in dieser Schüssel schon vor dreimal so vielen Leuten gespielt habe“, fügte der 24-Jährige hinzu. „Man will die Leute, die hierher kommen und mit uns reisen belohnen. Wir wissen, dass wir immer noch Letzter sind. Jetzt haben wir im nächsten Spiel aber die Möglichkeit, endlich heranzukommen“, erklärte auch Spalvis.

Der FCK empfängt am kommenden Freitag (18.30 Uhr) den SV Sandhausen zum nächsten „Endspiel“ – erneut unter Flutlicht.

Der FCK lässt seine Mitglieder am Sonntag, 3. Juni, auf einer außerordentlichen Versammlung über die geplante Ausgliederung der Profi-Abteilung entscheiden. Das teilte der Club am Freitag mit. Alle Mitglieder werden hierzu noch satzungsgemäß und fristgerecht vom Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern eingeladen. Bis dahin will der Club alle Interessierten ausführlich zu diesem Thema informieren. Bereits jetzt können Informationen zum geplanten Ausgliederungsprozess unter „zukunft.fck.de“ aufgerufen werden.

Das finanziell schwer angeschlagene Tabellenschlusslicht hofft, durch die Abspaltung der Lizenzspielerabteilung mehr Spielraum im Kampf um die wirtschaftliche Sanierung zu erhalten. Um eine Ausgliederung des Lizenzspielerbereichs zu beschließen, ist eine Dreiviertelmehrheit in der Mitgliederversammlung notwendig.

Am Donnerstag wurde FCK-Legende Horst Eckel 86 Jahre alt. Den Sieg gegen Kiel verfolgte er im Stadion.
Am Donnerstag wurde FCK-Legende Horst Eckel 86 Jahre alt. Den Sieg gegen Kiel verfolgte er im Stadion. FOTO: Uwe Anspach / dpa