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Leitl-Nachfolger
Ex-Werder-Trainer Nouri neuer Coach beim FC Ingolstadt

Alexander Nouri wird bei einer Pressekonferenz als neuer Trainer vom FC Ingolstadt vorgestellt. Foto: Armin Weigel
Alexander Nouri wird bei einer Pressekonferenz als neuer Trainer vom FC Ingolstadt vorgestellt. Foto: Armin Weigel FOTO: Armin Weigel
Ingolstadt. Alexander Nouri will keine Zeit verlieren. Dass nur einen Tag nach seiner Verpflichtung als neuer Cheftrainer beim FC Ingolstadt gleich die Zweitliga-Schwerstaufgabe in Köln ansteht, schreckt den 39-Jährigen nicht. Von Manuel Schwarz, dpa

Der Auftritt in der Domstadt sei doch „für jeden ein Highlight“, meinte Nouri. Diese Einstellung soll den oberbayerischen Fußballclub nach dem missratenen Saisonstart entkrampfen, Nouris Bundesliga-Erfahrung als Trainer von Werder Bremen soll für die Wende sorgen in der noch jungen Spielzeit.

Taktische Konzepte oder gar profunde Mannschaftskenntnisse konnte Nouri bei seiner Vorstellung am Montag zwar nicht präsentieren - angesichts der Blitz-Verpflichtung nur zwei Tage nach der Trennung von Stefan Leitl wäre das aber wohl auch zu viel verlangt.

„Es geht nicht darum, die Systemfrage zu lösen, sondern darum, dass die Mannschaft bereit ist, das Maximum abzurufen“, meinte Nouri, bevor er das erste Training der Schanzer leitete. „Es geht darum, schnell eine Bindung zur Mannschaft zu schaffen und ein gemeinsames Commitment aufzubauen, um die Mannschaft auf ein Ziel einzuschwören.“



Der FCI setzt voll auf den neuen Trainer, der wie Assistent Markus Feldhoff einen Vertrag bis 2020 erhielt. „Nach den Gesprächen sind wir zu 100 Prozent überzeugt, dass er der richtige Mann für uns ist“, sagte Sportdirektor Angelo Vier. „Alex brennt für diese Aufgabe. Schon bei Werder Bremen hat er gezeigt, dass er ein Team aufrichten und mitreißen kann.“ Nach einem 0:6 in Bochum, einem 0:1 daheim gegen St. Pauli und nur fünf Punkten aus sechs Spielen ist das auch nötig.

Der Deutsch-Iraner, der bis Oktober 2017 Trainer bei Werder war, verkündete: „Ich habe richtig Bock auf die Aufgabe beim FCI.“ Die Gespräche mit den Verantwortlichen seien sehr gut verlaufen. „Deshalb war sofort die Überzeugung da, und ich musste nicht lange überlegen. Gerade inhaltlich, bezüglich des Fußballs und der Werte des Vereins, waren wir sofort einer Meinung“, sagte Nouri, der aus seiner Zeit in Bremen als emotional, motivationsstark, aber auch verbissen gilt. Seinen noch laufenden Vertrag bei Werder löste er kurz zuvor auf.

„Das Team und die Bedingungen hier in Ingolstadt sind hervorragend, nun liegt es an uns, dass wir die Kräfte bündeln und die Mannschaft zurück in die Spur bringen“, sagte er über seine neue Mannschaft, die im Sommer eigentlich namhaft verstärkt worden war. „Die Vorfreude auf die Arbeit mit den Jungs und den Leuten im Verein ist riesig, und deshalb gehen wir diese Aufgabe hochmotiviert an.“

Nouri ist der vierte Cheftrainer des FCI in gut zwei Jahren. Weder Markus Kauczinski noch Maik Walpurgis und Stefan Leitl hielten sich mehr als 13 Monate in Ingolstadt.

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