| 22:50 Uhr

2. Fußball-Bundesliga
Andersson-Hattrick bringt den Befreiungsschlag für den FCK

 Der Schwede Sebastian Andersson (re.) schoss den 1. FC Kaiserslautern mit einem Hattrick in nur neun Minuten, dem schnellsten in der Lauterer Zweitliga-Geschichte, praktisch im Alleingang zum ersten Saisonsieg.
Der Schwede Sebastian Andersson (re.) schoss den 1. FC Kaiserslautern mit einem Hattrick in nur neun Minuten, dem schnellsten in der Lauterer Zweitliga-Geschichte, praktisch im Alleingang zum ersten Saisonsieg. FOTO: dpa / Thorsten Wagner
Kaiserslautern. Der 1. FC Kaiserslautern schenkt seinem neuen Trainer Jeff Strasser ein 3:0 gegen Fürth.

(sid) Perfekter Einstand für Jeff Strasser: Der 1. FC Kaiserslautern hat beim Trainerdebüt des 42-jährigen Luxemburgers den ersehnten ersten Saisonsieg gefeiert und im Abstiegskampf der 2. Bundesliga ein lautes Lebenszeichen gesendet. Im Kellerduell des 9. Spieltags besiegte der viermalige deutsche Meister die SpVgg Greuther Fürth mit 3:0 (0:0) und reichte damit die Rote Laterne an die Franken weiter.

Der schwedische Angreifer Sebastian Andersson mit einem Neun-Minuten-Hattrick (71., 74., 80.) bescherte dem einstigen Publikumsliebling den erhofften Sieg zum Einstand. Mit fünf Punkten stellte der FCK den Kontakt an das rettende Ufer wieder her, während Fürth nach der dritten Niederlagen in Folge mit vier Zählern wieder am Tabellenende angekommen ist.

„Wir haben zu Recht viel auf die Fresse bekommen in der letzten Zeit. Es ist schön, dass wir den Fans heute etwas zurückgeben konnten“, sagte der erleichterte FCK-Verteidiger Benjamin Kessel.



„Ich wünsche mir, dass die Fans die Mannschaft so bedingungslos unterstützen, wie sie mich früher unterstützt haben“, hatte Strasser (Vertrag bis 2019) vor dem Spiel gesagt: „Das wird die Mannschaft den Fans auf dem Platz zurückzahlen.“

Vor 19.300 Zuschauern auf dem Betzenberg war beiden Teams nach dem jeweils schlechtesten Saisonstart in die 2. Liga die Bedeutung der Partie anzumerken. Der FCK zeigte sich gegenüber der 0:5-Demontage bei Union Berlin konzentriert und einsatzfreudig, Chancen blieben in der ersten Hälfte auf beiden Seiten aber Mangelware. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft eine Last getragen hat. Deshalb wollten wir in der ersten Halbzeit vor allem Sicherheit gewinnen“, erklärte der FCK-Trainer die ereignisarmen ersten 45 Minuten.

Nach der Pause ging Lautern mehr ins Risiko und wurde durch Andersson belohnt, dessen erster Treffer allerdings von einem schweren Fehlgriff des Fürther Keepers Balazs Megyeri begünstigt wurde. Nach der befreienden Führung erwachte das Fritz-Walter-Stadion endgültig, Fürth fiel in der Folge förmlich auseinander.

Richard Magyar versuchte, eine Hereingabe mit der Hacke zu klären und legte so für Manfred Osei Kwadwo vor. Der fand erneut Andersson und es stand 2:0. Der Schwede durfte sogar noch einen Hattrick bejubeln, als er gegen eine völlig löchrige Defensive auf Vorlage von Gino Fechner zum 3:0 einschob (80.).

„Das war eine schwere Mission. Sie ist uns gelungen. Die Länderspielpause gibt uns jetzt Zeit, bestimmte Sachen einzustudieren und die Mannschaft besser kennenzulernen“, sagte Strasser. Am 13. Oktober gastiert der FCK dann beim FC St. Pauli.