| 22:08 Uhr

Zwei Chinesinnen und Federer weiter

Melbourne. Roger Federer zog alle Register und stürmte bei den Australian Open in sein 23. Grand-Slam-Halbfinale in Serie. Nach total verpatztem Start konnte der Tennis-Superstar aus der Schweiz Mittwochnacht in Melbourne das Blatt gegen den Russen Nikolai Dawydenko mit List und Tücke wenden und kam zu einem letztlich souveränen 2:6, 6:3, 6:0, 7:5-Erfolg

Melbourne. Roger Federer zog alle Register und stürmte bei den Australian Open in sein 23. Grand-Slam-Halbfinale in Serie. Nach total verpatztem Start konnte der Tennis-Superstar aus der Schweiz Mittwochnacht in Melbourne das Blatt gegen den Russen Nikolai Dawydenko mit List und Tücke wenden und kam zu einem letztlich souveränen 2:6, 6:3, 6:0, 7:5-Erfolg. "Zunächst habe ich wirklich nicht gut ausgesehen, anfangs auch im zweiten Satz noch nicht. Ich kann es kaum glauben, wie sich das Spiel danach noch gedreht hat", meinte der Weltranglisten-Erste, der diese Position auch in der 268. Woche innehaben wird. Während Federers verletzter Dauerrivale Rafael Nadal nach dem Viertelfinal-Aus heim nach Spanien geflogen ist, um sein rechtes Knie untersuchen zu lassen, erwartet der 15-malige Grand-Slam-Sieger morgen Jo-Wilfried Tsonga. Der Franzose revanchierte sich gegen Novak Djokovic für die Final-Niederlage im Melbourne Park vor zwei Jahren und zog mit einem 7:6 (10:8), 6:7 (5:7), 1:6, 6:3, 6:1-Erfolg gegen den Serben in sein erstes Grand-Slam-Halbfinale ein. Erst zweimal hat Federer gegen Tsonga gespielt, aber den letzten Vergleich gegen den 24-Jährigen verloren.Venus Williams konnte im Gegensatz zu Federer den Hals nicht mehr aus der Schlinge ziehen und schied aus. Ihre Gegnerin Na Li zog als zweite Chinesin in die Runde der besten Vier eines Grand-Slam-Turniers ein. Die 27-Jährige machte mit ihrem 2:6, 7:6 (7:4), 7:5-Erfolg überdies das mögliche Halbfinale der Williams-Schwestern zunichte. "Das war mit Abstand das beste Match meines Lebens", sagte die glückliche Weltranglisten-17. vor dem Halbfinale gegen Titelverteidigerin Serena Williams, die sich mit 4:6, 7:6 (7:4), 6:2 gegen Victoria Azarenka aus Weißrussland durchsetzte. Im zweiten Halbfinale stehen sich die zweite Chinesin, Jie Zheng, die 2008 im Semifinale in Wimbledon stand, und Justine Henin (Belgien) gegenüber. dpa