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Tennis
Zverevs Sieg macht Hoffnung für die US Open

Alexander Zverev hat in diesem Jahr bereits in Montpellier, München und beim Masters in Rom triumphiert – und nun in Washington.
Alexander Zverev hat in diesem Jahr bereits in Montpellier, München und beim Masters in Rom triumphiert – und nun in Washington. FOTO: Nick Wass / dpa
Washington. Der Hamburger siegt beim ATP-Turnier in Washington und macht bereits Lust auf das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Julia Görges verliert dagegen ihr Endspiel gegen die Russin Jekaterina Makarowa.

Mit geschlossenen Augen küsste Alexander Zverev den gläsernen Pokal, der frühere Topspieler Juan Carlos Ferrero strahlte neben Zverevs Eltern und „Lövik“, dem kleinen Hund der Familie, auf der Tribüne. Mit dem Sieg beim ATP-Turnier in Washington feierte der 20-jährige Hamburger einen perfekten Einstand der Zusammenarbeit mit Ferrero. In der Weltrangliste verbesserte er sich auf Platz acht – und das soll erst der Anfang sein. „Bei den Grand-Slam-Turnieren weiterzukommen, ist natürlich mein nächstes Ziel“, kündigte Zverev selbstbewusst an: „Ich habe gezeigt, dass ich mit den Großen schon in diesem Jahr mitspielen kann und nicht erst in der Zukunft.“

Souverän mit 6:4, 6:4 hatte der Weltranglisten-Achte in der Nacht zu Montag gegen den Südafrikaner Kevin Anderson gewonnen und sich an einem aus deutscher Sicht erfolgreichen Tennis-Wochenende ebenso wie Philipp Kohlschreiber in Kitzbühel in die Siegerlisten eingetragen. Über einen gelungenen Auftritt zu Beginn der Hartplatz-Saison durfte sich auch Julia Görges trotz des 6:3, 6:7 (2:7), 0:6 im Endspiel von Washington gegen die Russin Jekaterina Makarowa freuen.

Es ist aber vor allem Deutschlands bester Tennis-Profi Zverev, der Hoffnungen für die US Open weckt. Wie weit kann es für den jüngeren Zve­rev-Bruder ab dem 28. August in New York gehen? Der Achtelfinal-Einzug in Wimbledon ist bislang sein bestes Resultat bei Grand-Slam-Turnieren. Genau für diese wichtigsten Momente im Tennis hat Zverev den Spanier Ferrero als Impulsgeber in sein Trainerteam geholt.



Beim Turnier im kanadischen Montreal diese Woche ist das Toptalent an Position vier gesetzt, könnte nach einem Freilos in der ersten Runde aber gleich auf den unangenehmen Franzosen Richard Gasquet treffen. Generell scheinen Zverevs Chancen für die anstehenden Turniere aber aussichtsreich. Die imposanten Aufschläge und sein druckvolles Grundlinienspiel passen zu Hartplätzen, Ferrero will ihm auch mental weiterhelfen. Der Jungspund ist impulsiv und lebt seine Gefühle auf dem Platz aus. „Er ist noch jung und muss erwachsen werden. Er muss lernen, seine Gefühle zu kontrollieren“, sagte Ferrero.