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Zum ersten Mal in der Nationalelf

Elisa Skrotzki (re.) spielt mit den B-Mädchen des 1. FC Saarbrücken in der Bundesliga. Hier grätscht sie gegen Sarah Schubart vom VfL Bochum. Jetzt feierte das Mädchen aus Erbach sogar ihre Länderspiel-Premiere in der deutschen Nationalmannschaft. Foto: Schlichter
Elisa Skrotzki (re.) spielt mit den B-Mädchen des 1. FC Saarbrücken in der Bundesliga. Hier grätscht sie gegen Sarah Schubart vom VfL Bochum. Jetzt feierte das Mädchen aus Erbach sogar ihre Länderspiel-Premiere in der deutschen Nationalmannschaft. Foto: Schlichter FOTO: Schlichter
Erbach. Am Sonntag wurde sie 16 Jahre alt, zuvor bekam die Homburgerin Elisa Skrotzki ein besonderes Geburtstagsgeschenk. Bei einem Turnier in Portugal spielte die Fußballerin aus Erbach zum ersten Mal in der deutschen U16-Jugendnationalmannschaft. Stefan Holzhauser

Erstmals hat die deutsche U16-Nationalmannschaft das Uefa-Development-Tournament in Portugal gewonnen. Und mit Elisa Krotzki nahm dabei auch ein Fußball-Talent aus Homburg-Erbach teil. DFB-Trainerin Ulrike Ballweg hatte sie erstmals für den traditionellen Länder-Vergleichskampf nominiert.

Skrotzki, die mit dem 1. FC Saarbrücken in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest derzeit um den Klassenverbleib kämpft, feierte dabei gleich im ersten Spiel gegen die Niederlande ihre Länderspiel-Premiere, als sie eine Viertelstunde vor dem Abpfiff eingewechselt wurde. Gegen Schottland durfte die Saarländerin dann sogar über die volle Spielzeit von 80 Minuten ran und bereitete einen Treffer vor. So konnte es Skrotzki besser verschmerzen, dass sie das letzte Turnier-Spiel ohne Einsatz von der Ersatzbank aus verfolgte. In der Abschlusstabelle hatten die Deutschen mit acht Punkten vor Frankreich (6), den Niederlanden (4) und vor Schottland (0) die Nase vorn.

Für Elisa war es kurz vor ihrem 16. Geburtstag am vergangenen Sonntag ein tolles Erlebnis. Und Ballweg war von der Leistung der FCS-Spielerin so sehr angetan, dass sie als einzige Saarländerin für den nächsten DFB-Lehrgang mit Leistungstest vom 25. bis 27. April in Duisburg und Köln nominiert wurde. Insgesamt 31 Talente aus ganz Deutschland werden dort sein, vier weitere stehen auf Abruf bereit. Für Skrotzki heißt es, bis dahin wieder fit zu werden, hatte sie doch zuletzt eine Operation an den Weisheitszähnen auf Eis gelegt.



Kicken mit den Jungs

Die offensive Mittelfeldfeldspielerin besucht derzeit die zehnte Klasse des Homburger Gymnasiums Johanneum und will nach dem Abitur "studieren gehen - was genau, weiß ich noch nicht". Mit sechs Jahren hatte sie bei der SG Erbach mit dem Fußballspielen begonnen und kickt bis heute mit den gleichen Jungs zusammen, mittlerweile in der C-Jugend. "Wir spielen über den kleinen Platz. Ich kenne die Jungs ja schon ganz lange. Das macht großen Spaß, da gibt es keinerlei Berührungsängste."

Bei der 1. FFG Homburg hatte Skrotzki erstmals in einer Mädchenmannschaft gespielt, im vergangenen Sommer folgte der Wechsel vom FSV Jägersburg zum 1. FC Saarbrücken . In Jägersburg war die Mädchen- und Frauenabteilung aufgelöst worden. "Der FCS war für mich die einzige Option für einen Wechsel, da ansonsten hier in der Region nirgendwo Bundesliga gespielt wird. Ich habe mich mittlerweile richtig gut an das höhere Tempo in der Bundesliga im Vergleich zur Regionalliga gewöhnt", erzählt sie. In Portugal habe sie "viel dazugelernt" und sei nur anfänglich etwas nervös gewesen, was sich dann aber auf dem Platz schnell gelegt habe. "Ganz wichtig ist, dass mich meine Familie und meine Freunde ganz toll unterstützen und ich als Leistungsträgerin beim FCS viel Selbstvertrauen getankt habe", meint Skrotzki und ergänzt: "Ich werde auch in der nächsten Saison in Saarbrücken - dann hoffentlich nach geglücktem Klassenerhalt weiter in der Bundesliga - spielen. Und später hoffe ich darauf, den Durchbruch in der 1. Frauen-Bundesliga zu packen. Der ganz große Traum ist natürlich die A-Nationalmannschaft."