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Zehnkampf: Schrader hat nach Verletzung „richtig Bock“

Götzis. 657 Tage nach seinem Silber-Coup brennt Michael Schrader auf seine Rückkehr auf die große Zehnkampf-Bühne. "Ich habe richtig Bock", sagte der Vize-Weltmeister gestern. Endlich hat die Leidenszeit nach einem Patellasehnenriss ein Ende, im Mehrkampf-Mekka Götzis in Österreich greift der 27-Jährige an diesem Wochenende wieder an: "Es passt alles, ich bin fit." Die Zwangspause nach seinem zweiten Platz bei der WM 2013 in Moskau war quälend lang, deshalb spuckt der Berufssoldat vor dem ersten großen Duell mit Olympiasieger Ashton Eaton (USA) auf dem Weg zur WM in Peking (22. bis 30. August) auch keine großen Töne. sid

Eine genaue Punktzahl oder gar eine neue Bestleistung (8670 Zähler) hat sich der Athlet vom SC Hessen Dreieich nicht vorgenommen.

"Ich rechne nicht groß rum", sagte Schrader: "Ich bin gut drauf und will gesund durchkommen. Wenn das gelingt, kommt auch eine vernünftige Punktzahl heraus." Zwar plagen ihn "immer mal wieder kleinere Wehwehchen, aber das ist für einen Zehnkämpfer ganz normal".

Und so rechnet Schrader fest damit, die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderte Norm für Peking (8150 Punkte) sofort abzuhaken und der Konkurrenz um seinen Trainingspartner und Kumpel Rico Freimuth, EM-Siebter von 2014, und Ex-Europameister Pascal Behrenbruch zu zeigen, wer die eigentliche deutsche Nummer eins ist.