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Fußball-Bundesliga
Wunschstürmer Alcácer muss sich wohl noch gedulden

Dortmund. Borussia Dortmund tritt heute bei Hannover 96 an. sid

Paco Alcácer konnte am gestrigen Donnerstag ganz in Ruhe seinen 25. Geburstag feiern. Der neue Stürmerstar von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund wird allem Anschein am heutigen Freitag (20.30 Uhr) bei Hannover 96 noch nicht sein Debüt bei den Schwarz-Gelben feiern. Nach Angaben der Bild verzichtet BVB-Trainer Lucien Favre auf einen Einsatz des Iberers, das Spiel an der Leine komme noch zu früh.

Am Mittwoch hatte Favre noch erklärt: „Sein Einsatz ist möglich, aber Alcácer muss sich erst eingewöhnen." Der vom FC Barcelona ausgeliehene Stürmer hatte aber nur zwei Übungseinheiten auf dem Rasen sowie eine Einheit im Kraftraum absolviert – wohl zu wenig, um schon auf Anhieb die Borussia bei 96 zu verstärken.

Dennoch: Für Favre ist Alcácer schon ohne eine einzige Spielminute ein Grund zur Freude. „Ich bin glücklich, dass er da ist", hatte der Eidgenosse nach den ersten Einheiten über seinen Wunschstürmer gesagt. Künftig soll der Neuzugang zu einem festen Fixpunkt im Spielsystem des Auftakt-Tabellenführers werden und die Sturmprobleme der Westfalen lösen. „Er ist eine klare Neun", äußerte Favre und beschrieb Alcácers Vorzüge gegenüber den Aushilfs-Mittelstürmern Marco Reus und Maximilian Philipp: „Er kann mit der Mannschaft kombinieren, nach vorne gehen und in die Tiefe laufen."



Qualitäten, die Favre trotz des geglückten Saisonstarts gegen RB Leipzig (4:1) in seinem Team noch vermisst hatte. Zumal Favre für den lange als einzige ernsthafte Hoffnung für das Sturmzentrum geltenden Jungstar Alexander Isak keine Verwendung zu haben scheint: Der Schwede stand zuletzt nicht einmal im Kader der Schwarz-Gelben.

Gleiches gilt auch für mehrere prominente Profis im mittlerweile 30 Spieler umfassenden und rund 130 Millionen Euro teuren BVB-Aufgebot. Kurz vor Ablauf der Transferfrist heute um 18 Uhr gelten Sebastian Rode, Jeremy Toljan und auch Shinji Kagawa als Kandidaten für einen Wechsel. Besonders Kagawa stellt dabei eine unangenehme Personalie für Zorc dar. Der japanische Nationalspieler ist Publikumsliebling. Ein Angebot für den Publikumsliebling liegt laut Zorc trotz Medienberichten über ein angebliches Interesse des spanischen Erstligisten FC Sevilla nicht vor.