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Wolfsburg: Keine Angst vor Fulham

London. Grenzenlose Zuversicht: Mit dem festen Ziel Finale der Fußball-Europa-League ist der VfL Wolfsburg nach London gereist. Obwohl der deutsche Meister vor dem Viertelfinal-Hinspiel beim FC Fulham am heutigen Gründonnerstag (21 Von Carsten Lappe und Henning Hoff (dpa)

London. Grenzenlose Zuversicht: Mit dem festen Ziel Finale der Fußball-Europa-League ist der VfL Wolfsburg nach London gereist. Obwohl der deutsche Meister vor dem Viertelfinal-Hinspiel beim FC Fulham am heutigen Gründonnerstag (21.05 Uhr/Kabel eins und Sky) noch um den Einsatz des am Knie lädierten Edin Dzeko bangt, geht der VfL selbstbewusst wie nie zuvor in dieser Saison in ein Europacupspiel. "Das ist für uns ein sehr wichtiges Spiel. Man hat nicht so oft Gelegenheit, in das Halbfinale eines Europapokal-Wettbewerbs zu kommen", sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß. "Wir können dort etwas Einzigartiges erreichen", ergänzte Nationalspieler Marcel Schäfer vor dem Abflug nach England. Auch bei Zvjezdan Misimovic gehen die Gedanken bereits bis zum Finale am 12. Mai in Hamburg: "Fulham ist machbar, und die Aufgabe danach mit dem HSV oder Lüttich auch. Es wäre ein Traum, wenn wir ins Finale kämen."Euphorie ist entstanden Aus dem Europapokal-Frust nach dem Ausscheiden aus der Champions League Ende des vergangenen Jahres ist längst eine Euphorie in der Europa League entstanden. Noch nie sind die "Wölfe" in einem europäischen Wettbewerb so weit gekommen wie in diesem Jahr. Nun soll den furiosen Auftritten gegen den FC Villarreal und Rubin Kasan der nächste Coup folgen. Trainer Lorenz-Günther Köstner ist deutlich optimistischer als zuletzt: "Der englische Fußball dürfte uns entgegen kommen." Wie schon in Spanien und Russland hat der VfL den Vorteil, zunächst auswärts antreten zu müssen. "Wenn wir uns dort gut verkaufen, können wir wieder gemeinsam mit unseren Fans eine Runde weiterkommen", sagte Köstner. Jedoch ist bei Wolfsburg der Einsatz von Dzeko noch fraglich. Der Torjäger war am Montag im Training umgeknickt und plagt sich seitdem mit einer Kniereizung herum. Köstner geht indes fest davon aus, dass der Bosnier spielen kann. "Wenn nicht, wäre das tragisch", befand der Coach. Ob der VfL über die Saison hinaus mit dem Torjäger planen kann, ist nach wie vor unsicher. Obwohl Manager Hoeneß bis Ende März Klarheit angestrebt hatte, ist noch keine Entscheidung gefallen. Ein Club, der bereit ist, die festgeschrieben Ablösesumme von 40 Millionen Euro zu bezahlen, ist bislang noch nicht in Sicht.Aussprache in Hamburg Der Hamburger SV will unterdessen die internationale Fußball-Bühne nutzen, um aus dem Kriechgang der vergangenen Wochen in die aufrechte Haltung zu wechseln. Heute (21.05 Uhr) kreuzt Belgiens Meister Standard Lüttich in der Nordbank-Arena auf und gibt dem HSV Gelegenheit, die am Montag in einer einstündigen Aussprache zwischen Team, Trainer und Vorstand beschlossenen Konsequenzen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. "Wir haben die einmalige Chance, ein Europapokal-Finale im eigenen Stadion zu spielen", beschwor HSV-Vorsitzender Bernd Hoffmann das angeschlagene Team mit Blick auf den 12. Mai und ordnete an: Alle sollen sich bis Saisonende zusammenreißen.