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„Wölfe“ schockieren Real

 Wolfsburgs Rodriguez (li.) dreht nach dem verwandelten Elfmeter zum 1:0 ab und läuft auf Vieirinha zu. Foto: Peter Steffen/dpa
Wolfsburgs Rodriguez (li.) dreht nach dem verwandelten Elfmeter zum 1:0 ab und läuft auf Vieirinha zu. Foto: Peter Steffen/dpa FOTO: Peter Steffen/dpa
Wolfsburg. Damit hatte kaum ein Fan gerechnet: Der VfL Wolfsburg hat gestern Abend das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid mit 2:0 gewonnen. Dabei war der VfL die bessere Mannschaft. Agentur

Mit einer grandiosen Vorstellung hat der VfL Wolfsburg das Starensemble von Real Madrid frustriert und schnuppert an einer der größten Sensationen der Champions League . Mit dem 2:0 (2:0) im Viertelfinal-Hinspiel brachte der Fußball-Bundesligist Cristiano Ronaldo und Co. zur Verzweiflung. Der Einzug ins Semifinale der Königsklasse scheint im Rückspiel am kommenden Dienstag im ehrwürdigen Estadio Santiago Bernabeu plötzlich realistisch.

Ricardo Rodriguez (18. Minute) per Foulelfmeter und Maximilian Arnold (25.) erzielten am Mittwochabend vor 26 400 Zuschauern in der ausverkauften Arena die Tore zum nicht für möglich gehaltenen Erfolg gegen die enttäuschenden Königlichen - einem der größten Siege der Vereinsgeschichte.

Wolfsburg zeigte sich im eigentlich ungleichen Duell nach den enttäuschenden Leistungen in der Bundesliga taktisch und spielerisch auf Topniveau. Julian Draxler und Arnold waren im ersten Champions-League-Viertelfinale der Wolfsburger Clubgeschichte die Antreiber. Real, zum 14. Mal unter den besten Acht der Glitzerliga, blieb nach dem Clasico-Erfolg gegen den FC Barcelona weit hinter den eigenen Ansprüchen.

Die erste gute Nachricht hatte es für Wolfsburg schon vor dem Anpfiff gegeben: Naldo konnte in der Innenverteidigung nach fünfwöchiger Pause wegen seiner Schulter-Eckgelenkgssprengung sein Comeback geben. Trainer Dieter Hecking freute sich über die Rückkehr seines "Stabilisators", der wie der überragende Sechser Josuha Guilavogui der VfL-Deckung mächtig Halt gab.

Im Angriff gab Henrique sein Startelf-Debüt. Der Brasilianer, im Winter für 4,5 Millionen Euro vom FC Goias geholt, war manchmal überhastet, sorgte aber für reichlich Schwung über die rechte Seite und bereitete das zweite Tor von Arnold nach Traumpass von Draxler sehenswert vor.

Es hätte aber alles anders kommen können. Schon nach 70 Sekunden schoss Cristiano Ronaldo den Ball ins Tor. Hauchdünn abseits, entschied Schiedsrichter Gianluca Rocchi korrekt. Karim Benzema (14.) entwischte Dante, doch VfL-Torwart Diego Benaglio parierte bravourös. Real hätte führen müssen, als André Schürrle in einem Zweikampf mit Casemiro zu Fall kam. Elfmeter. Rodriguez traf sicher. Real wirkte konsterniert. Wolfsburg spielte seinen Stil weiter und legte nach. Arnold war in ungewohnter Mittelstürmerposition zur Stelle und krönte den vom blendend aufgelegten Julian Draxler eingeleiteten Angriff mit dem 2:0.