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Vorwürfe gegen Toni Schumacher
Wolf ist neuer Präsident in Köln, Schumacher wohl raus

 Werner Wolf wurde mit großer Mehrheit zum FC-Präsidenten gewählt.  Foto: Kaiser/dpa
Werner Wolf wurde mit großer Mehrheit zum FC-Präsidenten gewählt. Foto: Kaiser/dpa FOTO: dpa / Henning Kaiser
Köln. Mitgliederversammlung des FC mit großen Emotionen. dpa

Der 1. FC Köln hat mit Werner Wolf einen neuen Präsidenten. Dabei lieferte die Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln am Sonntag bis in den Abend rund sechseinhalb Stunden große Emotionen. So sprach der sichtlich geschockte Ex-Nationaltorwart Toni Schumacher von „Unterstellungen der frechsten Sorte“.

Der neue Präsident, der vom Mitgliederrat mit seinen künftigen Vize-Präsidenten Jürgen Sieger und Eckhard Sauren ohne Gegenkandidaten zur Wahl aufgestellt wurde, bekam 78,22 Prozent der 2809 Stimmen. Die Vize-Präsidenten Schumacher und Markus Ritterbach schieden damit aus, Club-Chef Werner Spinner war bereits im März zurückgetreten. „Das ist ein überwältigendes Ergebnis, mit dem wir alle nicht gerechnet haben“, sagte Wolf, früher Geschäftsführer einer Brauerei.

Der FC vergütet die Vorstandsarbeit mit 150 000 Euro für den Präsidenten und 100 000 Euro für seine Stellvertreter. Dachfondsmanager Sauren will bis auf Weiteres auf die Vergütung verzichten. Zudem werden Jörg Jakobs und Ex-Trainer Erich Rutemöller als sportliche Berater laut Wolf „eine überschaubare Grundvergütung erhalten“. Mit den früheren Weltmeistern Lukas Podolski und Thomas Häßler sollen namhafte Ex-Spieler eingebunden werden, weitere sollen folgen.



Für Schumacher ist aber wohl kein Platz mehr, auch wenn Wolf ihn einbinden möchte. Dem „Tünn“ wurde bei der Fan-Aussprache vorgeworfen, Spinner aus dem Amt gemobbt zu haben. Der 65-Jährige verabschiedete sich zwar nach eigenen Worten „ohne Groll und Zorn“, aber doch mit einigen Seitenhieben.