| 22:06 Uhr

VTZ verliert in letzter Sekunde

Martin Mokris bei einem seiner beiden Treffer für die VTZ. Foto: cos
Martin Mokris bei einem seiner beiden Treffer für die VTZ. Foto: cos FOTO: cos
Zweibrücken. Gleich neun Neuzugänge für die kommende Saison hat Handball-Oberligist VTZ-Saarpfalz vor dem Heimspiel gegen Kastellaun/Simmern bekannt gegeben. Vier kommen aus Saarlouis: Tom Paetow, Wladislaw Kurotschkin, Dominik Rifel und Robin Schweitzer. Jadran Pesic

Nichts ist es geworden für die VTZ-Saarpfalz mit der erhofften Wiedergutmachung gegen die HSG Kastellaun/Simmern. Der Tabellenvorletzte entschied wenige Sekunden vor Ende die Partie für sich und feierte ausgelassen zwei immens wichtige und unerwartete Punkte im Abstiegskampf der Handball-Oberliga-RPS. Am Ende hieß es 22:23 (11:10).

Sein Debüt auf der VTZ-Bank hatte sich Marek Galla, der den kranken Mirko Schwarz vertrat, sicherlich anders vorgestellt. Vor den Augen des neuen Trainers Danijel Grgic, der die VTZ-Handballer zur neuen Runde übernimmt, boten Gallas Jungs zwar eine kämpferische, aber auch eine zu oft sehr unkonzentrierte Vorstellung. Angriff wie Abwehr leisteten sich zu viele teilweise unerklärliche Aussetzer.

Dabei hatte die Partie für die Zweibrücker durchaus positiv angefangen. Die Abwehr stand gut und auch Torhüter Peter Pcola erwischte einen guten Start in die Partie, so dass die VTZ nach elf gespielten Minuten mit 4:1 in Führung lag. Allerdings sah man schon, dass Gallas Jungs sich mit der aggressiven 5:1-Abwehrformation der Gäste schwer taten. Die fanden dann auch besser in die Partie und gingen ihrerseits mit 5:4 in Führung. Es entwickelte sich eine harte aber auch spannende Partie mit leichten Vorteilen für die VTZ, die aber zu fahrlässig mit ihren Chancen umging. Anstatt mit einer beruhigenden Führung in die Halbzeit zu gehen, lag man so nur 11:10 in Front.

In der zweiten Halbzeit erwischten die Gäste allerdings den besseren Start und lagen schnell mit 13:11 in Front. Schon zu dieser frühen Phase der zweiten Hälfte hatte die VTZ bereits fünf Fehlversuchen und war immer wieder am gut aufgelegten Julian Lösch im Tor der HSG gescheitert. "Wir haben einfach nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen und die ganze Woche trainiert haben", äußerte sich der enttäuschte Aushilfstrainer Marek Galla nach der Partie. Zwar konnte die VTZ die Partie erneut drehen und selbst mit 18:16 in Führung gehen, sollte aber diesen Vorsprung wenig später wieder herschenken. Fünf Minuten vor Ende führten die Gäste mit 22:19 und sahen wie die sicheren Sieger aus. Doch die VTZ gab sich nicht auf und glich 90 Sekunden vor Ende zum 22:22 aus. Eine Minute vor Ende kamen sie sogar nochmals in Ballbesitz und hatten den Sieg wieder vor Augen, leisteten sich dann aber wieder einen unnötigen Ballverlust und musste dann wenige Sekunden vor Ende das entscheidende 22:23 hinnehmen.

Bereits im Vorfeld der Partie gaben die Verantwortlichen der VTZ ihre Personalplanung für die kommende Runde bekannt. Gleich vier Spieler bringt Neu-Trainer Danijel Grgic aus Saarlouis mit. Neben Tom Paetow, einem der besten Spieler der Saarlandliga, Wladislaw Kurotschkin, Dominik Rifel, folgt auch noch der sehr junge Kreisläufer Robin Schweitzer seinem Trainer nach Zweibrücken . Vom Pfalzligisten TS Rodalben wechseln Rückraumspieler Moritz Baumgart und Linksaußen Kevin Hauck zur VTZ. Mit Tomas Kraucevicius konnte vom Ligarivalen HSV Merzig-Hilbringen ein international erfahrener Mann für den rechten Rückraum gewonnen werden. Des Weiteren schließen sich noch Yannik Klöckner im Tor sowie Hendrik Rollshausen auf Linksaußen der VTZ an. Auch im Trainerteam gibt es einen weiteren Neuzugang. Ex-VTler Kai Schumann soll nicht nur in der Jugendarbeit helfen, sondern auch das Torhütertraining übernehmen.

Dem gegenüber stehen einige Abgänge fest. Marek Galla wird sich ab der kommenden Runde vollkommen seiner Aufgabe als Trainer der zweiten Mannschaft widmen. Nicht mehr zur Verfügung stehen werden auch Max Ulbrich, Daniel Thum, Raimonds Trifanovs und Sven-Malte Hoffmann. Für die VTZ spielten: Peter Pcola, Philipp Serr im Tor; Philip Wiese 6, Max Ulbrich 5, Sven-Malte Hoffmann 4/2, Martin Mokris 2, Alexey Wetz 2, Tomas Marusak 1, Raimonds Trifanovs 1, Daniel Thum 1, Marco Gubisch, Matthias Mohn.