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Frauenfußball
Voss soll im Herbst anfangen

 Martina Voss-­Tecklenburg wird wohl  neue Frauen-  National­trainerin.
Martina Voss-­Tecklenburg wird wohl neue Frauen- National­trainerin. FOTO: dpa / Salvatore Di Nolfi
Frankfurt. Schweiz gibt die Nationaltrainerin wohl für den DFB frei. Hrubesch bis dahin im Amt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist auf seiner Suche nach einer neuen Frauen-Nationaltrainerin fündig geworden. Die ehemalige deutsche Nationalspielerin Martina Voss-Tecklenburg, derzeit Trainerin der Schweizer Nationalmannschaft, soll die DFB-Auswahl im Herbst übernehmen. Deshalb wird Horst Hrubesch seine Interims-Mission wohl um drei Spiele verlängern.

Der Schweizer Fußball-Verband (SFV) bestätigte der Deutschen Presse-Agentur Gespräche mit dem DFB über die Zukunft von Voss-Tecklenburg. Die 50 Jahre alte Trainerin befindet sich mit ihrem Team ebenfalls noch in der Qualifikation und soll diese erfolgreich abschließen. „Es gibt Gespräche, aber es ist noch nichts fix“, sagte SFV-Sprecher Dominik Erb. Vor dem Ende der WM-Qualifikation sei ein Wechsel ausgeschlossen.

Die gebürtige Duisburgerin Voss-Tecklenburg steht mit der Schweiz in der WM-Qualifikation auf dem ersten Platz in der Gruppe zwei. „Wenn wir die Qualifikation zur WM schaffen, wird sich der Vertrag von Frau Voss-Tecklenburg um zwei Jahre verlängern“, sagte SFV-Sprecher Erb. Er schloss allerdings nicht aus, dass man sich mit dem DFB in diesem Fall auf eine Ablösesumme einigen könnte. „Ich denke, das wäre dann das kleinste Hindernis“, sagte Erb.



Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte am Samstag berichtet, dass Hrubesch auch bei den nächsten drei Partien an der Seitenlinie stehen werde, weil Wunschkandidatin Voss-Tecklenburg noch nicht verfügbar sei. Der 67 Jahre alte Coach wird demzufolge beim Testspiel in Kanada am 10. Juni und den abschließenden Qualifikationsspielen im September gegen Island und die Färöer als Bundestrainer fungieren. Der DFB wollte auf Nachfrage keine Stellungnahme abgeben.