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Rad-WM
Vogel und Welte räumen bei WM ab

Nach dem WM-Sieg im Teamsprint zeigen die deutschen Bahnrad-Asse Miriam Welte (re., Kaiserslautern), Kristina Vogel (Mitte, Erfurt) und Pauline Grabosch (Erfurt) stolz ihre Goldmedaillen.
Nach dem WM-Sieg im Teamsprint zeigen die deutschen Bahnrad-Asse Miriam Welte (re., Kaiserslautern), Kristina Vogel (Mitte, Erfurt) und Pauline Grabosch (Erfurt) stolz ihre Goldmedaillen. FOTO: Michael Deines / dpa
Apeldoorn. Jeweils zweimal Gold bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft in den Niederlanden.

(sid) Ihre Auslaufrunde fuhr Kristina Vogel mit hängenden Schultern, erstmals in Apeldoorn gab es nichts zu feiern. Die Bahnrad-Olympiasiegerin verpasste zum Abschluss ihr drittes Gold dieser Weltmeisterschaften und ihr zwölftes insgesamt. Doch schon zuvor hatte Vogel ihr persönliches Ziel in den Niederlanden erreicht.

„Drei Medaillen“ wollte die 27-Jährige gewinnen, „davon vielleicht eine goldene“. Nach Platz sechs im Keirin-Rennen gestern waren es zwar „nur“ zwei Medaillen, durch die Siege im Teamsprint und Sprint allerdings zwei der höchsten Kategorie. Zudem schloss sie mit insgesamt elf WM-Titeln zur Australierin Anna Meares an der Spitze der „ewigen“ Bestenliste auf.

Dabei hätten die diesjährigen Weltmeisterschaften so dominant werden können wie 2014 im kolumbianischen Cali, als Vogel und ihre Teamsprint-Dauerpartnerin Miriam Welte aus Kaiserslautern alle vier Kurzzeit-Rennen für sich entschieden hatten. „Kristina hat’s nach dem Teamsprint zur Sprache gebracht“, sagte Welte: „So ein Ding wie in Cali, das wäre geil. Und als sie am Freitag wirklich Sprint-Weltmeisterin geworden ist, habe ich nur gedacht: Mist, jetzt bist du unter Zugzwang.“



Gesagt, getan. Welte lieferte und gewann am Samstag das 500-Meter-Zeitfahren. Nur Vogel blieb der letzte Streich verwehrt. Dennoch zog Bundestrainer Detlef Uibel ein positives WM-Fazit: „Wir haben drei Frauen, die Weltspitze sind.“

Denn neben Vogel und Welte hat Uibel noch ein weiteres Ass auf der Bahn: Pauline Grabosch. Vogels erst 20 Jahre alte Teamkollegin aus Erfurt bestritt am Mittwoch mit Welte die Qualifikation im Teamsprint und sicherte sich damit ihr erstes WM-Gold. Bei Vogels Sprint-Sieg gewann sie mit Bronze zudem ihre erste Einzelmedaille. „Pauline ist sicherlich eine der größten Perspektiven in Richtung Olympische Spiele in Tokio“, sagte Uibel.“

Die Situation bei den Männern betrachtet Bundestrainer Uibel hingegen „kritisch“ – trotz der Goldmedaille von Roger Kluge und Theo Reinhardt zum Abschluss der Titelkämpfe im Zweier-Mannschaftsfahren sowie Keirin-Bronze und Platz vier im Sprint jeweils durch Maximilian Levy. Auch hier bleiben noch zweieinhalb Jahre, um alle Männer für „den ganz großen Höhepunkt“ fit und in Form zu bringen.