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Frauenfußball
Wolfsburg beendet Triple-Träume

Sinsheim. VfL und Freiburg stehen im Pokal-Finale. Aus für Bayern München und die TSG Hoffenheim. dpa

Der Titelverteidiger VfL Wolfsburg hat zum fünften Mal nacheinander das DFB-Pokal-Endspiel erreicht. Der Tabellenführer der Frauen-Bundesliga gewann am Sonntag das Halbfinale beim großen nationalen Konkurrenten FC Bayern München überraschend deutlich mit 4:0 (2:0) und machte damit die Hoffnungen des Gegners auf den erstmaligen Gewinn des Triples zunichte. Die Treffer vor mehr als 1500 Zuschauern auf dem Campus des FC Bayern erzielten Caroline Hansen (24. Minute), Pernille Harder (31./65.) und Ewa Pajor (65.).

Noch am 17. Februar hatten die Münchnerinnen ihr Heimspiel gegen Wolfsburg in der Liga mit 4:2 gewonnen. Aktuell liegen beide Teams gleichauf an der Spitze, ein Herzschlag-Finale im Kampf um die Meisterschaft kündigt sich an. In der Champions League steht der FC Bayern im Halbfinale gegen den FC Barcelona, während Wolfsburg im Viertelfinale am Seriensieger Olympique Lyon mit der Deutschen Dzsenifer Marozsan gescheitert ist.

Der erneute Sieg im DFB-Pokal soll nun über die Enttäuschung in der Königsklasse hinweg trösten. Gegner im Finale am 1. Mai in Köln ist der SC Freiburg, der erstmals in der Vereinsgeschichte ins Endspiel einziehen konnte.



Nach zuletzt fünf Halbfinal-Niederlagen in Serie gewann der Sportclub am Sonntag bei der TSG 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0). Die Tore für den Tabellensechsten der Bundesliga erzielten vor 2000 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion Janina Minge (26. Minute) und Hoffenheims Leonie Pankratz, die einen Schuss von Giulia Gwinn ins eigene Netz lenkte (49.). „Wir haben lange gebraucht, um ins Finale einzuziehen. Wir haben alles gegeben – und das hat auch gereicht“, sagte Torschützin Minge.

Hoffenheims Cheftrainer Jürgen Ehrmann gestand ein, dass die Enttäuschung jetzt „natürlich riesengroß“ sei. „Die Leistung in der ersten Halbzeit war wohl vor allem der Drucksituation geschuldet, im zweiten Durchgang waren wir zielstrebiger. In dieser Saison hat es nicht für das Finale gereicht, aber die Mannschaft ist jung und wird noch mehrere Chancen haben“, sagte Jürgen Ehrmann.